• 24-Stunden-Versorgung: Ärztlicher Bereitschaftsdienst weitet Angebot aus

24-Stunden-Versorgung : Ärztlicher Bereitschaftsdienst weitet Angebot aus

Die ambulante medizinische Versorgungsstruktur in Brandenburg wird weiter ausgebaut.

Der neue Patientenservice: Das leistet die 116117 ab 2020.
Der neue Patientenservice: Das leistet die 116117 ab 2020.Foto: obs/kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

Potsdam - Ab Januar 2020 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bereits existierenden kostenfreien Servicenummer 116117 rund um die Uhr und sieben Tage die Woche erreichbar. Das gaben Vorstandsmitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) am Dienstag bei einem Pressegespräch in Potsdam bekannt. Außerhalb der Sprechstundenzeiten oder bei akuten Erkrankungen können Patienten die Servicenummer wählen. Derzeit ist diese nur an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr erreichbar, in der Woche in der Regel von 19 bis 7 Uhr, mittwochs und freitags bereits ab 13 bis 7 Uhr.

Erst der Hausarzt, dann der Notruf

Medizinisch geschultes Personal berät die Patienten und übermittelt diese in die entsprechende Versorgung, erklärte Andreas Schwark, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBB und niedergelassener Hausarzt. Zugleich betonte er aber auch, dass die Servicenummer nicht die Grundversorgung ersetzen solle. Patienten sollten zuallererst immer ihren Hausarzt oder Facharzt aufsuchen. „Das ist ein ergänzendes Angebot“, so Schwark. Dabei gehe es auch darum herauszufinden, wie dringend ein Fall ist, sagte Holger Rostek, ebenfalls stellvertretender KVBB-Vorstandsvorsitzender. Bei Notfällen wie einem Herzinfarkt sollte immer zuerst der Notruf kontaktiert werden. „Wir sind keine Konkurrenz zur 112“, betont Rostek.

Über die Servicenummer werden Patienten künftig von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr auch bei der Suche nach Arztterminen unterstützt. Im Zusammenhang mit der Servicenummer ist außerdem geplant, mehr Bereitschaftspraxen einzurichten, an die Anrufer verwiesen werden können. Derzeit sind es laut Informationen der KVBB zwölf in ganz Brandenburg, bis Ende 2020 soll sich die Zahl auf 20 erhöhen.