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19-Jährige Landtagsmitarbeiterin : Medienrat rügt SKB Brandenburg für sexistischen TV-Beitrag

Der Lokalsender SKB hat mit seinem Beitrag über Brandenburgs jüngste Landtagsmitarbeiterin eine Welle der Empörung losgetreten. Nun rügte auch der Medienrat der Medienanstalt den Sender für seinen sexistischen Beitrag.

Alexander Fröhlich

Potsdam - Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat den Lokalsender SKB Stadtfernsehen Brandenburg für die sexualisierte Darstellung einer 19-jährigen Landtagsmitarbeiterin gerügt. Wie berichtet wurde das rund acht Minuten lange Video über die Mitarbeiterin des CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Gliese zunächst über Facebook und die SKB-Mediathek verbreitetet. Der Beitrag über „die jüngste Mitarbeiterin des Brandenburger Landtags“ hat in der Landespolitik ein breites Echo ausgelöst. „Wenn jemand wissen will, was Sexismus in Reinkultur in Politik und Medien ist, der wird hier fündig“, kommentierte etwa die Linke-Landtagsabgeordnete Andrea Johlige.

Der Medienrat kritisierte in einer Mitteilung am Montag konkret die "Kameraschwenks auf und Nahaufnahmen von Gesäß und Dekolleté" der Mitarbeiterin als sexualisierte Darstellung. Zudem entspreche die "weitgehend undifferenzierte Darstellung von – männlichen wie weiblichen – Geschlechterklischees und Rollenbildern", nicht den üblichen journalistischen Standards. Der Medienrat habe den SKB deshalb aufgefordert, zukünftig eine formal wie inhaltlich angemessene und diskriminierungsfreie Berichterstattung sicherzustellen.

Hintergrund: Über die mabb

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Ihre Regulierungsaufgaben nimmt sie bei bundesweiten Veranstaltern und Plattformen zusammen mit den gemeinsamen Organen der Medienanstalten der Länder wahr. Entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag fördert die mabb in Berlin und Brandenburg Medienkompetenz und -ausbildung sowie Projekte für neue Übertragungstechniken. Der Erfüllung dieser Aufgaben dienen als Einrichtungen in Trägerschaft der mabb ALEX Offener Kanal Berlin und das Medieninnovationszentrum Babelsberg. PNN