• Krankheiten: 20 Millionen Corona-Fälle in Indien

Krankheiten : 20 Millionen Corona-Fälle in Indien

Neu Delhi (dpa) - Indien hat seit Pandemiebeginn mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen erfasst. Das zeigen Zahlen des Gesundheitsministeriums am Dienstag.

Angehörige eines an den Folgen des Coronavirus Verstorbenenen sammeln in Neu Delhi Holz für die Einäscherung. Foto: Manish Rajput/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa
Angehörige eines an den Folgen des Coronavirus Verstorbenenen sammeln in Neu Delhi Holz für die Einäscherung. Foto: Manish...

In den vergangenen 24 Stunden haben sich demnach mehr als 357.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 3449 Menschen seien im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben.

In absoluten Zahlen ist die größte Demokratie der Welt mit ihren mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich über den offiziellen Zahlen liegt. Es werde vergleichsweise wenig getestet und besonders in ländlichen Gebieten würden viele zu Hause sterben und nicht in der Statistik erscheinen.

Inzwischen sind Flugzeuge mehrerer Länder mit Hilfslieferungen in Indien angekommen. Doch die Not ist groß. Der deutsche Botschafter Walter Lindner sagte am Dienstag im Bayerischen Rundfunk: „Es gibt 20, 30 Krankenhäuser und überall fehlen Betten. Wir kriegen kein Bett mehr; keiner, egal, welche Privilegien er hat. Selbst, wenn noch irgendwo eines frei wäre, dann gibt es keine Sauerstoff-Versorgung. Das alles geht nicht über Nacht zu reparieren, da müssen Sie viel Hilfe reinbringen.”

Inzwischen gibt es in mehreren Bundesstaaten einen Lockdown. Am Dienstag kündigte etwa der arme Bundesstaat Bihar einen solchen an. Die hohen Corona-Zahlen haben das Gesundheitssystem und die Krematorien des Landes ans Limit gebracht. Mit dem schnellen Anstieg werden verbreitete Sorglosigkeit noch vor einigen Wochen, große religiöse Feste und Wahlkampfveranstaltungen sowie Virusmutationen in Verbindung gebracht.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-459820/2

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