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900 Infizierte kennen Ergebnis nicht : Schwere Panne mit Tests in Bayern – Söder sagt Besuch an der Nordsee ab

Bayern hat ein „Übermittlungsproblem“ bei Tests + US-Minister hat Bedenken zu russischem Impfstoff + Maskenverweigerer verletzt zwei Polizisten + Der Newsblog.

Kai Portmann Maria Kotsev Fabian Löhe
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Chef
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-ChefFoto: dpa/Sven Hoppe

Nach Bekanntwerden einer schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. „Bayern geht vor“, schrieb Söder am Mittwochabend auf Twitter, er müsse seinen Besuch leider absagen. Die bayerische Staatsregierung hatte zuvor eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt: 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. (mehr im Newsblog unten)

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US-Gesundheitsminister Alex Azar hat Bedenken angesichts der Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland geäußert - der ersten solchen Zulassung weltweit. „Es ist wichtig, dass wir sichere und effektive Impfstoffe bereitstellen und dass die Testdaten transparent sind“, sagte Azar. Die Impfstoffentwicklung sei kein „Wettrennen“, bei dem es nur darum gehe, wer Erster wird.

Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige laut Polizei offenbar dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist. Er selbst hatte die Situation gefilmt.

Die Bundesregierung zeigt sich angesichts der steigenden Neuinfektionen besorgt. Priorität habe aber, das die Wirtschaft und der Bildungsbetriebe laufen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Mittwochabend in Deutschland 11.362 aktive Fälle. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 20,4 Millionen Infektionsnachweise, rund 744.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit dem Coronavirus.

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