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Der Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, Maximilian Krah.

© dpa/Sebastian Willnow

Nach Spionage-Vorwürfen: AfD-Spitzenkandidat Krah sagt Wahlkampfauftritte in Hessen ab

Nach Vorwürfen um mögliche Russland- und China-Verbindungen sowie der Festnahme eines Mitarbeiters macht Maximilian Krah einen Bogen um Hessen. Der Wahlkampf soll ohne ihn starten.

Der umstrittene AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, hat seine Teilnahme am Wahlkampfauftakt der AfD in Hessen am Freitagabend abgesagt. Dies sei schon vor mehreren Tagen ohne Angabe von Gründen geschehen, sagte ein hessischer Parteisprecher. Krah sei nicht ausgeladen worden.

Der Wahlkampfauftakt im Bundesland war am Freitagabend (3.5.) in Neu-Anspach im Hochtaunuskreis unter anderem mit der hessischen AfD-Kandidatin Christine Anderson geplant. Krah war zunächst nicht zu erreichen.

Der EU-Parlamentarier steht wegen möglicher Russland- und China-Verbindungen sowie der Festnahme eines Mitarbeiters wegen Spionage-Verdachts in der Kritik. Auch den Wahlkampfauftakt der AfD mit ihrer Bundesspitze am 27. April im baden-württembergischen Donaueschingen hatte Krah kurzfristig abgesagt. Am 1. Mai trat er allerdings in seinem Heimatbundesland Sachsen in Chemnitz und Dresden wieder auf.

Eine geplante zweite hessische AfD-Wahlkampfveranstaltung an diesem Samstag (4.5.) in Offenbach - ebenfalls ursprünglich mit Krah - sollte mit dem Auftakt am Freitagabend „zusammengelegt werden“, also selbst ausfallen, ergänzte der Parteisprecher. Krah sei ursprünglich auch noch bei weiteren AfD-Terminen in Hessen in diesen Tagen erwartet worden.

Die Europawahl in Deutschland ist am 9. Juni. Die AfD ist in Hessen bei der Landtagswahl im Oktober 2023 zur größten Oppositionsfraktion im Landesparlament aufgestiegen. Die Partei zählt nach eigenen Angaben rund 3250 Mitglieder in dem Bundesland, das seit Januar eine schwarz-rote Regierung hat. (dpa)

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