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  • 10.08.2018
  • von Amory Burchard

Ausbildung von Lehrkräften: Bricht der Streit um die „Universallehrer“ wieder auf?

von Amory Burchard

Keinen Unterschied machen. Auch die Schülerschaft am Gymnasium ist heute heterogen und Sekundarschulen führen zum Abitur. Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa

Bundesweit ein gemeinsames Studium für Gymnasial- und Sekundarschullehrkräfte? Gibt es in Berlin schon. Aber der alte Streit um den "Einheitslehrer" könnte wieder aufbrechen. Ein Kommentar.

Der bundesweite Lehrermangel erfordert radikale Maßnahmen. Studierende nicht mehr festzulegen, ob sie später in der Grundschule, in der Sekundarschule oder auf dem Gymnasium unterrichten, gehört nicht dazu.

In Berlin ist diese „Durchlässigkeit“ – ebenso wie in Bremen – schon weitgehend Realität. Bachelor und Master qualifizieren für Integrierte Sekundarschulen und für Gymnasien.

Unionspolitiker fürchten um Bestand des Gymnasiums

Der Vorschlag von KMK-Präsident Helmut Holter, Linken-Bildungsminister in Thüringen, in der Lehrkräfteausbildung nicht mehr nach Schulart, sondern nach Altersgruppen zu differenzieren, birgt gleichwohl Sprengstoff. Dass Holter die Grundschule miterwähnt, soll womöglich vom Knackpunkt Sekundarschule/Gymnasium ablenken.

Denn Unionspolitiker wittern hier den „Einheitslehrer“, der den Bestand des Gymnasiums infrage stelle. Lehrkräfte, die Schüler aufs Abitur vorbereiten, bräuchten mehr fachliches Wissen als Sekundarschulleher.

Alle Lehrkräfte exzellent ausbilden

Die Realität sieht anders aus: Integrierte Sekundarschulen führen auch zum Abitur und an Gymnasien wird die Schülerschaft immer heterogener. Also ist es richtig, alle Lehrkräfte so auszubilden, dass sie eine möglichst breite Schülerschaft zu einem brauchbaren Abschluss führen können.

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