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  • 12.04.2018
  • von Tilmann Warnecke

Trotz Brexit: Mehr EU-Bewerber für britische Unis

von Tilmann Warnecke

London als Ziel. Noch sind EU-Studierende Briten gleichgestellt (im Bild die University of Greenwich). Foto: imago stock/people

Trotz Brexit-Unsicherheiten steigt die Zahl der Studieninteressenten für Großbritannien wieder - auch aus den Ländern der Europäischen Union.

Noch ist unsicher, wie es für EU-Studierende und die Universitäten nach dem Brexit weitergeht. Werden sie weiter die ohnehin schon hohen Studiengebühren zahlen, die auch für einheimische Studierende gelten (aktuell maximal rund 10 000 Euro im Jahr)? Oder müssen sie gar mit einem Vielfachen rechnen, wie andere internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern? Die Unsicherheit hat die Bewerberzahlen für ein volles Studium an britischen Unis nach dem Brexit-Votum zunächst zurückgehen lassen. Doch jetzt steigt das Interesse von EU-Bewerbern wieder, meldet der „Guardian“ unter Berufung auf Zahlen der Zulassungsbehörde „Universities and Colleges Admissions Service“.

So haben sich zum kommenden Wintersemester 46 040 EU-Bürgerinnen und -Bürger für einen Platz an einer britischen Hochschule beworben, was einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rückgang des Vorjahres ist damit allerdings noch nicht ganz kompensiert: Damals waren die Bewerbungszahlen aus EU-Ländern um fünf Prozent gesunken. Aus Nicht-EU-Ländern bewarben sich jetzt sogar acht Prozent mehr (insgesamt 65 440), wobei es für diese Gruppe durch den Brexit keine Änderungen geben dürfte.

Die Zahl der einheimischen Bewerber geht zurück

Für die Zulassungsbehörde sind die Zahlen ein „Beweis für die anhaltende Attraktivität“ der britischen Unis. Weitere Gründe, woran die wieder steigende Zahlen liegen könnten, wurden nicht genannt. Möglich wäre, dass Bewerber sich jetzt auch bewerben, weil sie zum letzten Jahrgang gehören könnten, der zumindest teilweise noch vom niedrigeren Gebührensatz profitiert. Die Zahl der einheimischen Bewerber geht übrigens weiter zurück: um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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