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  • 08.03.2018
  • von Sascha Karberg

Arzneimittel-Nebenwirkungen: EU-Behörde warnt vor Medikament gegen Multiple Sklerose

von Sascha Karberg

Blick in das Gehirn eines MS-Patienten. Gelb markiert sind Krankheitsherde. Foto: Schering AG

Der Antikörper Daclizumab beta, der gegen das Nervenleiden Multiple Sklerose wirken soll, hat schwerwiegende Nebenwirkungen. Drei Menschen starben.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den sofortigen Rückruf des Medikaments Zinbryta und rät Patienten mit Multipler Sklerose ausdrücklich von einer weiteren Anwendung ab.

Entzündungen und Todesfälle

Grund dafür sind Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen des Wirkstoffs „Daclizumab beta“, eines Antikörpers. In zwölf Fällen soll es zu Entzündungsreaktionen im Gehirn und an den Hirnhäuten gekommen sein, in dreien der Fälle habe die Erkrankung zum Tode geführt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Den bisherigen Informationen zufolge sei die Ursache für die Nebenwirkungen vermutlich eine fehlgeleitete Immunreaktion. Zinbryta (Hersteller Biogen Idec) könne außerdem mit schweren Fehlreaktionen der Immunabwehr in Verbindung stehen, die auch andere Organe betreffen.

Patienten sollten keine weitere Zinbryta-Injektion nehmen, sondern ihren Arzt konsultieren, um Alternativen zu besprechen, rät die EMA.

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