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  • 13.02.2018
  • von Tilmann Warnecke

Humboldt-Universität: Berliner Islam-Institut vor der Entscheidung

von Tilmann Warnecke

Das Berliner Institut für islamische Theologie soll an der Humboldt-Universität entstehen. Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Vonseiten der Humboldt-Universität steht der Vertragstext für das geplante Islam-Institut. Jetzt sind die islamischen Verbände am Zug, die im Beirat vertreten sein sollen.

Das Ringen um den Kooperationsvertrag für das an der Humboldt-Universität geplante Islam-Institut kommt in die entscheidende Phase. Vonseiten der HU stehe der Vertragstext, sagte Präsidentin Sabine Kunst am Dienstag im Akademischen Senat. Jetzt seien die islamischen Verbände am Zug, die im Beirat vertreten sein sollen. Diese hätten bis April Zeit, sich abschließend zum Vertragstext zu äußern. Die HU habe alle Kompromisse angeboten, „die wir anbieten konnten“, sagte Kunst. Dennoch sei der Vertragsentwurf bei den Verbänden „nicht unstrittig“: „Es kommt jetzt zum Schwur, ob es überhaupt weitergeht.“

Ein Knackpunkt ist laut Kunst eine Klausel, die spätere Veränderungen an der Instituts-Konstruktion zulassen würde. Diese Klausel sei für die HU eine „Conditio sine qua non“, also eine notwendige Bedingung. Dabei könnte es etwa darum gehen, auch andere Verbände am Institut zu beteiligen. Insbesondere gehe es immer wieder um die Zustimmung des Moscheeverbandes Ditib, der unter der Kontrolle des türkischen Staates steht. Wie berichtet, sind für den Beirat des Instituts bisher fünf traditionell-konservativ ausgerichtete Islam-Verbände vorgesehen, während unter anderem die Berliner CDU-Fraktion fordert, auch Vertreter liberalerer Ausrichtungen zu berücksichtigen.

Mehrere AS-Mitglieder forderten Kunst auf, das Islam-Zentrum möglichst schnell auch im Akademischen Senat zur Diskussion zu stellen – und zwar solange der AS auch noch selber Änderungen am Institut und dessen Ausrichtungen einfordern könne. Kunst versprach, das Thema „bei nächster Gelegenheit“ in dem Gremium wieder aufzurufen.

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