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  • 14.12.2017
  • von Amory Burchard

Rückgang der Bafög-Empfänger: Berlin startet Initiative für Bafög-Reform

von Amory Burchard

Nur jeder fünfte Studierende erhält noch Bafög - das soll sich mit der Reform ändern. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Höhere Wohnpauschale und automatische Anpassung der Eltern-Freibeträge: Michael Müller (SPD) hat eine Reform-Initiative für das Bafög gestartet.

Der neue, am Mittwoch veröffentlichte Bafög-Bericht des Bundes hat gezeigt, wie reformbedürftig die Ausbildungsförderung ist. Die Zahl der Berechtigten ist wie berichtet seit 2012 um 16,7 Prozent gesunken. Nur noch jeder fünfte Studierende bekommt Bafög, vor drei Jahren war es noch nahezu jeder Dritte.

Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) will nun eine umfassende Reform erreichen. Wie der Tagesspiegel am Donnerstag erfuhr, hat Berlin dazu schon vor einigen Wochen zwei Bundesratsinitiativen gestartet und wirbt derzeit unter den von der SPD mitregierten Ländern um Zustimmung.

Bis zu 150 Euro mehr Wohnzuschuss im Monat

Herzstück der Initiativen ist demnach eine Erhöhung der Wohnpauschale beim Bafög für Studierende von jetzt 250 Euro um bis zu 150 Euro monatlich – abhängig von der Miete und den Heizkosten. Zu den weiteren von Müller vorgeschlagenen „umfassenderen Änderungen“ im Bafög gehören die Abschaffung der Altersgrenze und die automatische Anpassung von Freibeträgen, Bedarfssätzen und Sozialpauschalen an die tatsächliche Entwicklung der Einkommen und Preise. Erhöht werden sollen auch die Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung für ältere Studierende, die nicht mehr als Studenten versichert werden. Der Berliner Initiative zufolge sollen auch Orientierungsstudien vor dem eigentlichen Studienbeginn gefördert werden.

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