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  • 16.09.2016
  • von Ralf Nestler

Futurium ohne Direktor: Reinhold Leinfelder verlässt das "Haus der Zukuft"

von Ralf Nestler

Reinhold Leinfelder auf der Baustelle des "Haus der Zukunft", das unterdessen "Futurium" heißt. Foto: Thilo Rückeis/TSP

Das kürzlich umbenannte "Haus der Zukunft" muss sich einen neuen Chef suchen. Der Gründungsdirektor ist zurückgetreten.

Der Rohbau steht, erste Veranstaltungen liefen bereits. Das "Haus der Zukunft" - kürzlich in "Futurium" umbenannt - am Kapelle-Ufer soll ein Denk- und Diskussionsort werden. Wie könnte die Zukunft aussehen, welche Entwicklungen sind denkbar und vor allem: welche sind wünschenswert? Maßgeblicher Treiber des Vorhabens ist Reinhold Leinfelder: Der Geowissenschaftler ist als Leiter des Berliner Naturkundemuseums (2006 bis 2010) und Verfechter des Anthropozän-Konzepts einem größeren Kreis bekannt geworden. In den vergangenen Jahren hat er sich intensiv für das Haus der Zukunft eingesetzt und wurde dessen Gründungsdirektor.

Nun legt er sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Auf der Facebook-Seite des Futuriums wurde eine längere Erklärung veröffentlicht. Dort dankt Leinfelder seinem "wunderbaren Team, allen anderen, die am Aufbau beteiligt sind, darunter den Ausstellungsagenturen, den Architekten und Bauleuten, dem Programmrat, dem Aufsichtsrat, den Gesellschaftern und natürlich vor allen auch den Fans des Futuriumkonzeptes für ihre Unterstützung und ihr Interesse". Er bleibe dem ganzen Projekt und allen Beteiligten freundschaftlich verbunden.

Seine Professur am Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität werde er behalten, erklärte Leinfelder auf Anfrage.

Das Futurium veröffentlichte eine Mitteilung in der es erklärt, "Aufsichtsrat und Gesellschafter respektieren den Entschluss und möchten zum Ausdruck bringen, dass sie seinen Schritt bedauern." Das Verfahren zur Neubesetzung der Position sei eingeleitet worden.

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