Vattenfall verkauft deutsches Netz
Berlin - Der schwedische Vattenfall- Konzern wird nach Angaben aus Verhandlungskreisen seine deutschen Stromfernleitungen an den belgischen Netzbetreiber Elia verkaufen. Elia werde zusammen mit dem australischen Fonds IFM für rund 800 Millionen Euro das Netz übernehmen, sagten mit den Gesprächen vertraute Personen. Ein Vattenfall-Sprecher wollte sich nicht zu den Angaben äußern. Der Konzern hat aber für den heutigen Freitag zu einer Pressekonferenz in Berlin eingeladen. Der Einigung vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen, die unter anderem durch die Folgen der Finanzkrise behindert wurden. rtr
Forscher senken Prognose für 2011
Kiel - Die konjunkturelle Erholung ist in Deutschland ins Stocken geraten, die Lage am Arbeitsmarkt dagegen „weiterhin erstaunlich positiv“. Das ist das Fazit der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Die Zahl der Arbeitslosen wird 2010 deutlich weniger zunehmen, als bislang prognostiziert, 2011 soll sie sogar sinken – von 3,4 auf knapp 3,3 Millionen. Die Arbeitslosenquote werde dementsprechend im kommenden Jahr von 8,2 Prozent auf 7,9 sinken. Dagegen hat das IfW seine Prognose für das Wachstum 2011 leicht gesenkt. Das Institut rechnet mit einem Plus von 1,2 Prozent im laufenden und 1,8 Prozent im kommenden Jahr. Im Dezember war es noch von 2,0 Prozent für 2011 ausgegangen. dpa
Obama will Exporte verdoppeln
Washington - US-Präsident Barack Obama hat eine neue Exportinitiative ins Leben gerufen, um die Ausfuhren der USA in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln. Obama unterzeichnete am Donnerstag in Washington eine Anweisung an die Behörden, die eine Stärkung der Exportorientierung von US-Unternehmen und besseren Zugang auf ausländischen Märkten zum Ziel hat. Er habe die Regierung angewiesen, „jede verfügbare Ressource für diese Mission zugänglich zu machen“, sagte Obama in einer Rede vor Unternehmern in Washington laut vorab verbreitetem Redetext. AFP
Märklin-Bieter springt ab
Göppingen/New York - Der US-Modellbahnhersteller Lionel hat sich aus dem Bieterverfahren um seinen Göppinger Konkurrenten Märklin zurückgezogen. Dies erfuhr das „Handelsblatt“ aus Unternehmenskreisen in New York. Grund für den Rückzug sollen die Preisvorstellungen von Insolvenzverwalter Michael Pluta sein. Der Ulmer Anwalt hatte in der Öffentlichkeit einen Preis von 60 Millionen bis 70 Millionen Euro genannt. Lionel galt bis vor kurzem als aussichtsreichster Kandidat bei der fast ein Jahr dauernden Suche nach einem neuen Eigentümer für Märklin. Das Göppinger Unternehmen war 2009 in seinem 150. Jubiläumsjahr insolvent gegangen.HB
Das Stern-Center plant neue Ansiedlungen von Geschäften und Gastronomie-Einrichtungen. Widerspruch dagegen regt sich bei der AG Innenstadt. Finden Sie die Erweiterungspläne sinnvoll?