Potsdam - Die Idee ist schon einmal gut. Das jedenfalls haben drei Existenzgründer aus Potsdam seit gestern Abend schriftlich. Zum 15. Mal wurden am Donnerstag in Potsdam die besten Geschäftskonzepte der ersten Stufe des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg (BPW) prämiert. Zu den zehn ausgezeichneten Vorschlägen gehören in der Kategorie Technologie die Potsdamer Konzepte „Identigo“ und „Nanopartix“, sowie im Bereich Service die Idee „Kids Time“.
Insgesamt hatten sich für das Jubiläumsjahr der Existenzgründer-Initiative beider Länder so viele Teilnehmer beworben, wie noch nie. Knapp 1400 Teilnehmer sendeten 605 Gründungsideen ein. „Es ist besonders erfreulich, dass sich brandenburgische Existenzgründer auch in Krisenzeiten nicht entmutigen lassen“, lobte Landeswirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) bei der Prämierung im Waschhaus. Nach Angaben der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die zusammen mit der Berliner Investitionsbank die Initiative ausrichten, sind seit der Erstauflage Mitte der 90er Jahre mehr als 1200 Firmen aus dem Wettbewerb hervorgegangen, dadurch knapp 5400 nachhaltige Arbeitsplätze bis heute geschaffen worden.
Der Potsdamer Beitrag Identigo, eine gemeinsame Idee zwei Absolventen der Fachhochschule Brandenburg und eines Studenten der Uni Potsdam, bietet Betreibern von Webanwendungen die Auslagerung der Benutzerverwaltung als Dienstleistung an. Das Konzept Nanopartix aus Potsdam-Golm basiert auf der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Nanostäbchen für die Medizin oder zur Herstellung leistungsfähiger Datenträger. Die Jury ebenfalls überzeugt hat die Idee des Gründerteams Candy Hentschel und Diana Stroh. Die beiden Studentinnen der Uni Potsdam wollen eine Versorgungslücke schließen und eine 24-Stunden Kindertagesstätte eröffnen.
Die drei Potsdamer Teams und alle weiteren sieben Gewinner des ersten Durchgangs erhielten gestern Abend nicht nur je 500 Euro Siegerprämie, sondern können sich bis Mitte März mit einem erweiterten Konzept für die zweite Wettbewerbs-Stufe bewerben. Nach Angaben der ILB gründen 25 Prozent der Teilnehmer am Wettbewerb später eine Firma. Matthias Matern
Für die Entscheidung zum Potsdamer Badneubau ist ein Bürgerbeteiligungsverfahren mit verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeitet worden. Halten Sie den Aufwand für gerechtfertigt?