Erfolg für Metzler
Vorsichtige Anlagepolitik macht sich bezahlt (26.05.09)
Frankfurt am Main - Von Triumph will Friedrich von Metzler nichts wissen. Aber natürlich ist der Chef des traditionsreichen Frankfurter Privatbankhauses Metzler froh, dass sein Institut die Krise im vergangenen Jahr gut gemeistert hat. 2008 sei ein erfolgreiches Jahr gewesen, sagte Metzler am Montag in Frankfurt am Main. „Abschreibungen haben für unser Haus keine Rolle gespielt, wir sind in einer komfortablen Liquiditätssituation, so dass weder ,Bad Bank’ noch der Bankenrettungsfonds ‚Soffin’ Begriffe sind, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.“ Das Bankhaus macht traditionell keine Angaben zum Gewinn. Auch für 2009 erwartet Metzler nach den ersten guten Monaten wieder ein „schönes“ Wachstum.
Die in Boomzeiten oft belächelte Vorsicht in seinem Haus habe sich ausgezahlt, betonte der angesehene Banker. „Krisen kommen immer über Nacht. Wir sind darauf vorbereitet, auch auf lange und große Krisen.“ Ende 2008 lag die Eigenkapitalquote von Metzler bei 15,1 Prozent, dazu kommt ein stattlicher Betrag an stillen Reserven, den Metzler nicht beziffert. Man habe viel mehr Kapital, als man eigentlich zum Bankgeschäft brauche. Daneben begnügen sich die fünf Familiengesellschafter Jahr für Jahr mit einer Dividende von 2,31 Millionen Euro. Der Rest des Gewinns fließt in die Rücklagen.
Wegen der wachsenden Kundennachfrage wurden rund 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. Aktuell beschäftigt die Bank 770 Mitarbeiter. ro