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  • 12.03.2018
  • von Andreas Oswald

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): BIZ sagt weiter holprige Börsenzeiten voraus

von Andreas Oswald

Ein Trader auf dem Parkett der New Yorker Börse. Foto: AFP

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht die jüngsten Börsenturbulenzen positiv, weil sie eine Warnung an die Marktteilnehmer darstellen.

"Die Volatilität ist zurück." Mit diesen Worten leitet der Claudio Borio, Chef der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), den neuen Quartalsbericht seines Instituts ein. Die in Basel ansässige BIZ ist eine Art Bank der Notenbanken, die wichtige Untersuchungen zu Wirtschaftsabläufen und Marktbewegungen erstellt und dabei vor allem die Risiken in den Finanzmärkten im Blick hat.

"Nach einer ungewöhnlich langen Phase ungewöhnlich niedriger Zinssätze und lockerer geldpolitischer Bedingungen wäre es unrealistisch, nicht mit weiteren Marktturbulenzen zu rechnen", erklärte Claudio Borio. Aus Sicht der BIZ zeigen die Turbulenzen, wie groß die Risiken sind, die von den Marktakteuren in der langen Zeit außergewöhnlich ruhiger Börsen eingegangen sind.

"Es gibt kaum etwas Heimtückischeres an den Märkten als die Illusion dauerhafter Ruhe", erklärte Borio. Wie lange die Zeit unruhiger Börsen nun anhalten werde, lasse sich nicht sagen. Anfang Februar waren ausgehend von den USA die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt gegangen. Der US-Leitindex Dow Jones war zeitweise um fast 1600 Punkte abgestürzt - so viel wie noch nie in seiner Geschichte.

Die BIZ verweist seit Jahr und Tag auf die Gefahren für das weltweite Finanzsystem, wenn die lockere Geldpolitik zu Sorglosigkeit führt und die Beteiligten an den Märkten zu hohe Risiken eingehen.

Insofern sieht die BIZ die jüngsten Turbulenzen an den Börsen als positiv an, weil sie eine Warnung an die Marktteilnehmer sind..

Eine Rückkehr zu einer weniger expansiven Geldpolitik ist schwer

Aus Sicht der BIZ-Experten verdeutlichen die Marktturbulenzen auch, wie schwierig für die Notenbanken die Rückkehr zu einer weniger expansiven Geldpolitk ist. "Einerseits müssen sie die Geldpolitik normalisieren, nicht zuletzt, um ihren Handlungsspielraum mit Blick auf den nächsten Abschwung zu vergrößern", erklärte Borio. Andererseits müssten sie dies bewerkstelligen, ohne den Wirtschaftsaufschwung abzuwürgen. In den USA ist die Federal Reserve bereits auf eine Politik der moderaten Zinsanhebungen umgeschwenkt. So weit ist die EZB in der Euro-Zone noch nicht. Dort dürften Zinserhöhungen noch länger kein Thema sein. BIZ zeigen die Turbulenzen, wie groß die Risiken sind, die von den Marktakteuren in der langen Zeit außergewöhnlich ruhiger Börsen eingegangen sind.

"Es gibt kaum etwas Heimtückischeres an den Märkten als die Illusion dauerhafter Ruhe", erklärte Borio. Wie lange die Zeit unruhiger Börsen nun anhalten werde, lasse sich nicht sagen. Anfang Februar waren ausgehend von den USA die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt gegangen. Der US-Leitindex Dow Jones war zeitweise um fast 1600 Punkte abgestürzt - so viel wie noch nie in seiner Geschichte. (mit Reuters)

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