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  • 22.11.2017
  • von Heike Jahberg

Stiftung Warentest testet Sekt: Warum es auch Rotkäppchen sein darf

von Heike Jahberg

Prost: Vor allem an Weihnachten und Silvester wird jede Menge Sekt gekauft. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Schlumberger schmeckt am besten, Rotkäppchen und die Discounter müssen sich hinter Henkell, Mumm und Freixenet nicht verstecken. Faber fällt durch.

Hände weg von Faber und teurem Krimsekt: Rechtzeitig zum Jahresende, wenn unterm Weihnachtsbaum oder zum Silvesterfeuerwerk fleißig angestoßen wird, hat die Stiftung Warentest Sektsorten getestet. Ihre Empfehlung: Wer es gern intensiv-fruchtig hat und bereit ist, für das Geschmackserlebnis aus Stachelbeeren, Quitte und leichter Honignote 14 Euro auszugeben, sollte Schlumberger kaufen. Der Österreicher war mit einem glatten "Sehr gut" absoluter Geschmackssieger.

Wer dagegen auf ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis Wert legt, ist mit Brut Dargent am besten bedient, meinen die Tester. Der Chardonnay kostet 6,75 Euro und schmeckte den Prüfern ebenfalls sehr gut. Deutlich teurer sind dagegen die drei weiteren Konkurrenten, die beim Geschmack ebenfalls mit "Sehr gut" abschnitten: Der Bio-Sekt Engel (11 Euro), Fürst von Metternich (neun Euro) und Menger Krug (14 Euro).

Gutes unter vier Euro

Wer nicht auf Perfektion Wert legt, sondern wem "guter" Geschmack reicht, kann getrost auf Discounter-Ware und Deutschlands Marktführer Rotkäppchen setzen, meinen die Verbraucherschützer. Mit rund 126 Millionen Flaschen im Jahr ist Rotkäppchen die Topmarke unter den Schaumweinen, besonders beliebt: die halbtrockene Variante. Die bekam von den Testern ein "Gut" im Geschmack und ist mit 3,95 Euro auch erschwinglich.

Noch günstiger und ebenfalls "gut" im Geschmack: die Sektangebote von Aldi (Auerbach trocken bei Aldi Süd, 2,79 Euro, und Stolzenfels trocken bei Aldi Nord, 2,79 Euro), Söhnlein Brillant (3,90 Euro), MM Extra (3,50 Euro) und Lidl (Linderhof, 2,79 Euro). Glaubt man den Verkostern, die im Auftrag der Stiftung Warentest Sekt für Sekt probiert haben, sind die deutlich teureren Markensekte wie Henkell, Mumm, Freixenet oder Geldermann geschmacklich nicht besser als ihre "guten" Billigkonkurrenten.

Finger weg

Vom Faber (3,10 Euro) raten die Tester dagegen ausdrücklich ab: "Er schmeckte muffig", kritisiert die Stiftung Warentest. Geschmacksurteil daher: mangelhaft. Der Krimsekt Krimskoye (13 Euro) hinterließ einen unsauberen Geruch, "kaum Aroma und Nachklang", urteilten die Prüfer. Das reichte nur zu einem "befriedigenden" Urteil im Geschmack. Ebenfalls nicht überzeugend: Kupfergold Gold, halbtrocken, der nur mit einem "Ausreichend" abschnitt.

Frisch trinken

Generell gilt: Sekt sollte frisch getrunken werden, länger als zwei Jahre sollte er keinesfalls gelagert werden. Lagern sollten Sie ihn aufrecht, die ideale Trinktemperatur liegt bei neun bis elf Grad. Na dann, Prost!

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