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  • 04.10.2017
  • von Andreas Oswald

Rekorde an den Börsen: London Royal AM: Aktienaufschwung dauert noch ein bis zwei Jahre

von Andreas Oswald

Die Anzeigetafel zeigt am 04.10.2017 auf dem Parkett der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main (Hessen) den Höchststand von 12976,24 Punkten an. Foto: dpa

Seit acht Jahren kennen die Kurse fast nur eine Richtung: nach oben. Ein Strategiepapier der London Royal AM sagt eine Fortsetzung für ein oder zwei Jahre voraus.

Die Börsen feiern in diesen Tagen einen Rekord nach dem andern. Der Dax erreicht Allzeithochs, ebenso wie der Dow-Jones-Index und der breit aufgestellte US-Index S&P 500. Wie lange kann das noch gut gehen? Der große britische Vermögensverwalter London Royal Asset Management mit einem verwalteten Fondsvermögen von umgerechnet 112 Milliarden Euro sieht in seinem jüngsten Strategiepapier eine Fortsetzung des Aufwärtstrends von mindestens ein bis zwei Jahren voraus.

Die Research-Abteilung hat dabei mehrere Faktoren untersucht, die in der Regel ein Ende des Bullenmarktes ankündigen würden. Der erste Faktor ist das Wachstum. Es ist nicht exzessiv, sondern gemäßigt wie in einer normalen Erholungsphase, die normalerweise aktienfreundlich ist.

Aktien sind im Vergleich zu Anleihen günstig bewertet

Der zweite Faktor sind die Aktienbewertungen. Sie sind zwar hoch, aber im Vergleich zu Anleihen niedrig. Der dritte Faktor sind die Banken. Sie standen im Mittelpunkt der Finanzkrise. Die Banken, so heißt es in dem Strategiepapier, seien in einem relativ guten Zustand und könnten ihre Kreditvergabe ausbauen.

Der vierte Faktor ist die Inflation. Ein Aufwärtstrend bei Aktien kommt meist dann zu seinem Ende, wenn infolge höherer Inflation die Notenbanken systematisch die Leitzinsen erhöhen und ebenfalls die Anleihezinsen immer höher und attraktiver werden. Die Inflation ist aber weiterhin niedrig. Zwar kündigten die Notenbanken in den USA und auch in Europa ein etwas strafferes Vorgehen in der Geldpolitik an, aber sie gehen sehr langsam und vorsichtig vor. Hinzu komme, dass die Verlangsamung des Wachstums in China die Rohstoffpreise und damit die Inflation in den entwickelten Ländern niedrig halte.

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