Durch den Central Park führt auch ein Abschnitt der Marathon-Strecke Foto: AFP
Der New-York-Marathon am kommenden Sonntag soll aber trotz Sturmschäden durchgeführt werden
New York - Sturm „Sandy“ hat mit seinen verheerenden Schäden auch die Pläne vieler Amerikaner an der Ostküste für ihr Halloween-Fest durcheinandergewirbelt. Die große New Yorker Halloween-Parade, zu der am Mittwochabend im Viertel Greenwich Village rund 40 000 Menschen erwartet worden waren, wurde zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte abgesagt. Die Entscheidung sei mit dem Bürgermeister und der Polizei getroffen worden, schrieben die Veranstalter auf ihrer Webseite.
Viele Familien mit Kindern wollten sich aber am Mittwoch trotz „Sandy“ zum traditionellen „trick or treating“ – dem von Haus-zu-Haus-Ziehen und um Süßigkeiten betteln, in Deutschland heißt es „Süßes oder Saures“ – aufmachen. Grundsätzlich spreche nichts dagegen, dass die New Yorker das Halloween-Fest trotzdem feierten, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg trotz der Schäden auf den Straßen und an den Häusern. „Die meisten Straßen sind sicher. Aber seien Sie vorsichtig! Die Eltern sollten bei jedem Weg kritisch entscheiden, ob er geeignet ist.“
Stattfinden dagegen soll der für Sonntag angesetzte Marathon in New York. „Der Marathon ist für die New Yorker immer ein besonderer Tag der Lebensfreude gewesen“, sagte Renn-Chefin Mary Wittenberg nach dem Ende des Unwetters. Die Veranstalter würden ihre Planungen und Vorbereitungen fortsetzen. Weitere Details sollen sobald wie möglich bekannt gegeben werden. Zu der Großveranstaltung haben sich rund 47 000 Teilnehmer angemeldet. Noch nicht gesichert ist derzeit jedoch auch, ob die zum großen Teil aus aller Welt kommenden Teilnehmer tatsächlich anreisen und untergebracht werden können.
Am Tag zwei nach dem Durchzug von „Sandy“ hatte New York eine seiner Institutionen zurück. Am Mittwochmorgen wurde die Zeitung „New York Times“ wieder ausgeliefert. Nach einem Tag Pause wegen des verheerenden Wirbelsturms lag das Blatt 114 Seiten stark wieder vor den Türen Hunderttausender Häuser und Wohnungen in New York. dapd, dpa
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