Wenige Minuten vor der Eröffnung ist am Gravis Store am Ernst-Reuter Platz in Berlin noch nicht viel los. Um diese Uhrzeit haben iPhone-Fans in Hamburg schon eine Nacht vor dem Apple-Store campiert.
Allein am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart hat Apple fünf Millionen Exemplare des iPhone 5 losgeschlagen. Damit ist es gefragter als der Vorgänger.
Apple ist an den ersten drei Verkaufstagen von Freitag bis Sonntag mehr als 5 Millionen der neuen iPhones losgeworden, wie der kalifornische Hersteller am Montag mitteilte. Vom iPhone 4S, dem Vorgänger des neuesten iPhone 5, hatte Apple im gleichen Zeitraum vor einem Jahr gut 4 Millionen Stück verkauft. „Die Nachfrage nach dem iPhone 5 ist unglaublich gewesen“, sagte Apple-Chef Tim Cook. Der ursprüngliche Lagerbestand sei ausverkauft. Die Läden würden aber regelmäßig weitere Lieferungen bekommen. „Wir arbeiten hart daran, ein iPhone 5 für jeden zu bauen“, erklärte Cook. Er dankte den Kunden für ihre Geduld.
Auf die Börse sprang Apples Feierstimmung jedoch nicht über. Die Aktie fiel vorbörslich um 2 Prozent unter die drastische 700-Dollar-Marke. Die Anleger hatten mit noch höheren Verkaufszahlen gerechnet. Vereinzelte Analysten hatten mit 10 Millionen iPhones gerechnet.
Das neueste Smartphone aus dem Hause Apple ist leichter und dünner als der Vorgänger, hat einen größeren Bildschirm und besitzt den Datenturbo LTE. Allerdings herrscht eine größere Konkurrenz denn je auf dem Markt. Vor dem iPhone-Verkaufsstarts hatten auch Samsung, Motorola, Nokia und HTC neue Modelle vorgestellt.
Gleichzeitig mit dem iPhone 5 hatte Apple die neueste Version seines Betriebssystems für mobile Geräte bereitgestellt, iOS 6. Mehr als 100 Millionen Geräte seien aktualisiert worden, teilte Apple mit. Viele Nutzer beschwerten sich anschließend aber über Fehler im Apple-eigenen Kartendienst, der die Google Maps auf der Apple-Plattform abgelöst hat. (dpa)
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