17.07.2018, 27°C
  • 11.07.2018

Idee von US-Produktionsfirma Warner Bros.: Seilbahn zum "Hollywood"-Schriftzug geplant

Bisher nur per Auto oder zu Fuß erreichbar: der "Hollywood-Schriftzug". Foto: Lucy Nicholson/Reuters

Der "Hollywood"-Schriftzug ist eine der Touristenattraktionen in Los Angeles. Schon bald könnte er per Seilbahn erreichbar sein.

Die US-Produktionsfirma Warner Bros. will für 100 Millionen Dollar (85 Millionen Euro) eine Seilbahn zum legendären "Hollywood"-Schriftzug bauen und damit Touristen und Anwohnern das Leben erleichtern. Die gut anderthalb Kilometer lange Fahrt vom Warner-Studio im nahe Los Angeles gelegenen Burbank zu den riesigen weißen Buchstaben auf dem Mount Lee solle nur sechs Minuten dauern, berichtete die "Los Angeles Times" am Dienstag (Ortszeit).

Dem Bericht zufolge soll die Seilbahn von den Warner-Studios zu einem Besucherzentrum in der Nähe des "Hollywood"-Schriftzugs führen. Auch Wanderwege rund um das Wahrzeichen sollen auf diese Weise gut erreichbar sein. Warner Bros. hatte den örtlichen Behörden bereits am Montag seine Pläne für die gut anderthalb Kilometer lange Seilbahnstrecke dargelegt. Diese werde "Verkehrsstaus verringern, die Sicherheit erhöhen und die Frustration der Anwohner lindern", hieß es in einer Erklärung. Warner verpflichtete sich dazu, die Finanzierung des sogenannten Hollywood Skyway komplett selbst zu übernehmen.

Es soll etwa fünf Jahre dauern, bis die notwendigen Genehmigungen vorliegen und die Seilbahn in Betrieb gehen kann. Die Seilbahn sei "eine Lösung, die die geringsten Auswirkungen auf die Umwelt habe", erläuterte Warner. Außer dem nahegelegenen Griffith Park würden auch die Nerven der Anwohner geschont. Eine Luft-Verbindung erspare ihnen eine Menge Wanderer und Autoverkehr direkt vor ihrer Haustür. Anwohner klagen, dass der Weg zu dem "Hollywood"-Schriftzug in den vergangenen Jahren durch Fahrdienste wie Uber und Navigations-Apps leichter geworden sei. Dadurch habe der Verkehr in der Gegend deutlich zugenommen.

Das sogenannte Hollywood Sign ist eine der Hauptattraktionen der Filmmetropole Los Angeles. Der Schriftzug lautete ursprünglich "Hollywoodland" und wurde 1923 als Werbung für ein Immobilienprojekt errichtet. Später verfielen die Buchstaben langsam, bis in den 70er Jahren eine Kampagne zu ihrer Rettung gestartet wurde. Damals fanden sich für die neun Buchstaben Paten, die jeweils 27.777 Dollar für die Renovierungsarbeiten zahlten.

Mehrfach wurde der Schriftzug verballhornt. 1987 war er anlässlich des Besuchs des damaligen Papstes Johannes Paul II. in "Holywood" verwandelt worden, vergangenes Jahr wurde ein Künstler festgenommen, der als Silvesterscherz aus "Hollywood" "Hollyweed" gemacht hatte. "Weed" ist in den USA ein salopper Begriff für Marihuana. (AFP)

Social Media

Umfrage

Die Einengung der Zeppelinstraße in Potsdam hat im Zuge der Dieseldebatte bundesweit Interesse geweckt. Ist die Maßnahme nötig, um ein Dieselfahrverbot in Potsdam zu verhindern? Stimmen Sie ab!