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  • 10.03.2018
  • von Claudia Seiring

Königliche Trauung: Meghan Markle will bei ihrer Hochzeit eine Rede halten

von Claudia Seiring

Königliches Geflüster zwischen Prinz Harry und seiner Verlobten Meghan Markle bei einem Besuch in Wales Mitte Januar. Foto: Ben Birchall/AFP

Was wird sie tragen? Wer ist eingeladen? Knapp zwei Monate vor der royalen Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle gibt es viele Gerüchte.

Der Countdown läuft, immer mehr Details sickern durch – wenn auch häufig unbestätigt: In knapp 70 Tagen, am 19. Mai ab 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit, werden Millionen Menschen per Bildschirm an der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle teilnehmen. Sie werden damit nicht nur den Sendern hohe Einschaltquoten bescheren, sondern erneut beweisen, dass die Welt der Monarchie – vielleicht gerade in kriegerischen, unsicheren Zeiten – ein Ort großen öffentlichen Interesses ist. Und schließlich bietet das britische Königshaus mit seiner disziplinierten und anscheinend unerschütterlichen Queen, den früheren Dramen um Prinzessin Diana, sowie dem aktuellen Glück ihrer beiden Söhne seit Jahrzehnten genug Stoff.

Zunächst wird allerdings der ältere von beiden, Prinz William, mit seiner Frau Kate Schlagzeilen liefern. Denn im April jährt sich nicht nur der Hochzeitstag der beiden zum siebten Mal. Gleichzeitig wird in diesem Monat auch das dritte Kind des Paares zur Welt kommen – Bruder George ist mittlerweile vier, Schwester Charlotte wird am 2.Mai drei Jahre alt. Ihre Eltern sind seit der Verlobung von Harry mit Meghan Ende November vergangenen Jahres etwas in den Hintergrund der Aufmerksamkeit gerückt. Vor allem Kate galt bislang als die Trendsetterin eines modernen monarchischen Lebens – was Stil, Kindererziehung und die Rolle der Frau angeht.

Seit ihrer Kindheit engagiert sie sich politisch

Dass auch Meghan Markle neue Ideen in die königliche Familie bringen wird, steht fest. Schließlich durfte sie – entgegen dem Protokoll – bereits mit der Queen Weihnachten feiern, ist geschieden und hat vor ihrer Beziehung mit Harry nicht nur in ihrem Beruf als Schauspielerin selbstbewusst Stellung bezogen. Ihr Engagement für Frauenrechte, für Gleichberechtigung überhaupt, gipfelte in ihrer Rede im Auftrag der Vereinten Nationen zum Frauentag 2015. In dieser Rede lässt sie erahnen, mit welcher Energie sie ihre Ziele verfolgt, seit sie ein Kind war, charmant und zielstrebig.

Dazu passt, dass sie bereits erklärt hat, bei ihrer Hochzeit selbst eine Rede halten zu wollen. Anstelle ihres Vaters Thomas Markle, so berichtete „The Independent“, werde sie die Gelegenheit nutzen, vor den rund 800 Gästen in der St.-Georgs-Kapelle auf Windsor Castle das Wort zu ergreifen – und damit ein neues Kapitel in der Geschichte der britischen Royals aufzuschlagen.

Der Erzbischof hat Meghan Markle bereits getauft

Und wer wird diese Rede live erleben? Es gibt mehrere tausend Menschen im Vereinigten Königreich, die jeden Tag hoffnungsvoll auf den Postboten warten. Wird er ihnen eine Einladung bringen? Oder müssen sie doch mit dem Fernseher vorlieb nehmen? Je nachdem, wie das Paar es entschieden hat, dürfen die Gäste in der Kapelle sitzen, stehen oder draußen dabei sein. Wer seinen Platz im Gotteshaus sicher hat, ist Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury. Er nimmt Braut und Bräutigam das Eheversprechen ab. Aktiv wurde Welby bereits am vergangenen Dienstag. Er hat die 36-jährige US-Amerikanerin in einer privaten Zeremonie mit Jordanwasser getauft. Markle, die bislang Protestantin war, gehört nun der anglikanischen Kirche an. Sie hatte früh wissen lassen, sie wolle aus Respekt vor der Queen und ihrer Position als weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche in die Church of England eintreten. Ähnliche Beweggründe hatte vor mehr als 70Jahren Prinz Philip – bevor er Elizabeth heiratete.

Mit einer Kutsche fahren sie durch die Stadt

Damit möglichst viele Menschen in irgendeiner Form an der Hochzeit im Mai teilnehmen können, werden Meghan und Harry danach in einer Kutsche durch die Stadt fahren. „Wir wollen mehr Menschen eine Möglichkeit bieten, in Windsor zusammenzukommen und die Atmosphäre dieses besonderen Tages zu genießen“, ließ das Paar via Twitter jetzt mitteilen. Diese Zuschauer werden dann auch Meghans Kleid bewundern können, über dessen Preis bereits eifrig spekuliert wird. Umgerechnet 450.000 Euro sollen Kleid, Accessoires, Make-up und Frisur kosten. Als Designer werden Burberry oder auch Victoria Beckham gehandelt.

Dass kurz vor dem feierlichen Ereignis auch negative Schlagzeilen kursieren, gehört zum üblichen Ablauf. Ganz frisch ist das Gerücht, Harry solle ein uneheliches Kind haben. „Prinz Harry ist der Vater meines Babys“, behauptet eine Frau, die 2013 eine Nacht mit ihm verbracht haben will, in einer handschriftlichen Notiz an den Anwalt des Palastes. Beweisen soll dies die Tatsache, dass das Kind rote Haare habe. Ebenfalls in den Bereich der Spekulation gehört die Prognose einer britischen Wahrsagerin, die davon ausgeht, dass sich Meghan und Harry noch vor der Hochzeit trennen.

Sicher ist dagegen, dass die Briten am 19.Mai länger feiern können als üblich. Die Sperrstunde in den Pubs ist um zwei Stunden verlängert worden. Und sicher ist auch, dass Meghan Markle sich treu bleibt. „Nie wollte ich eine Frau sein, die nur Mittagessen geht – ich wollte immer eine Frau sein, die arbeitet.“ Es wird spannend, wie sie das umsetzt. (mit KNA)

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