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Potsdam: Spaßbad-Neubau: Potsdamer SPD rudert zurück

von Sabine Schicketanz

Die Potsdamer müssen sich wahrscheinlich mit der Schwimmhalle auf dem Brauhausberg zufriedengeben. Foto: Manfred Thomas

Die Potsdamer SPD tritt in der Freizeitbad-Frage den Rückzug an: Potsdam soll aus Kostengründen nur ein „funktionales Hallenbad“ bekommen und auch die Standortfrage ist wieder offen.

Potsdam - Die Landeshauptstadt verabschiedet sich vom Neubau eines Freizeitbads: Potsdams SPD-Chef Mike Schubert will auf dem heutigen Parteitag der städtischen Sozialdemokraten neue „Mindeststandards“ für ein Hallenbad beschließen lassen. Eine Freizeit- und Spaßbad-Ausstattung ist dabei nicht mehr vorgesehen. „Wir können uns weniger leisten als einmal gedacht war“, so Schubert. Auch fürchtet die SPD die Konkurrenz für ein Potsdamer Spaßbad durch das Freizeitbad in Werder (Havel). Dort haben die Bauarbeiten bereits begonnen, das Bad soll Ende 2012 fertig sein. Bisher gilt ein Beschluss des Stadtparlaments, wonach die kommunalen Stadtwerke für 18 Millionen Euro ein Sport- und Freizeitbad im Bornstedter Feld bauen sollen. Jüngst war allerdings klar geworden, dass das gewünschte Bad mindestens 25 Millionen Euro kosten würde. Die Potsdamer SPD, die den vor einem Jahr erstmals wiedergewählten Oberbürgermeister Jann Jakobs stellt, macht jetzt neben der Geld- auch die Standortfrage wieder auf. Die Sozialdemokraten fordern eine detaillierte Gegenüberstellung der Kosten für ein neues Hallenbad im Bornstedter Feld und eine Sanierung der Schwimmhalle am Brauhausberg aus DDR-Zeiten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Wochenendausgabe der "Potsdamer Neuesten Nachrichten".


21 Kommentare

  • von Werner26.09.2011 17:22
    Bin wieder etwas platt ob der Diskussion. Bornstedt schwer zu erreichen?? Außerhalb?? Huch, ich wohne im Nichts. Bin echt froh, dass ich jeden Abend den Weg mit letzter Kraft schaffe.

    Achso. Und ich freue mich, dass es hier so viele Sachverständige für wirtschaftliche Bäder gibt. Fantastisch.
  • von Pierre26.09.2011 17:00
    @ an .....................

    Der gebürtige Potsdamer hat nicht mehr weniger und nicht weniger Rechte als der Neu-Zugereiste.

    Beide sind Potsdamer Bürger.

    Der Neu-Zugereiste darf und soll seine Meinung genau so vertreten dürfen ohne dass Er sofort als Geldadel o.ä. abgestempelt wird.

    Im übrigen spricht es für die Neu-Zugereisten wenn Sie sich für das Geschehen der Stadt interessieren.

    Was den Geldadel betrifft:
    Hier dürfte es sich doch wohl nur um eine Minderheit handeln, die der Stadt nun wirklich nicht schadet. Die hohen Mieten für den verfehlten Wohnungsbau ist dem Geldadel nicht anzulasten. Dieser wohnt nicht zur Miete sondern baut oder kauft.

  • von Eigene Meinung26.09.2011 12:25
    Warum nur verkommt jeder Diskurs entweder zu einer DDR-Verklärung oder aber zur inszenierten Anti-Zuzug-Debatte? Zur Sache trägt das in keinem Fall bei. Hier sollten sich die Bürger nicht gegenseitig (unter dem Gelächter des Magistrats!) zerfleischen, sondern gemeinsam versuchen, das was bezahlbar ist, auch durchzusetzen. Auf konstruktive Einwände hört die Verwaltung (auch wenn sie es NIEMALS zugeben würde) nämlich nachweislich, das werden die aktiveren Bürger immer wieder bestätigen können. So lange aber die Energie gegeneinander eingesetzt wird, geht es nicht vorwärts.

    Zum Punkt der immer wieder bemängelten Mietpreise: Man kann nicht gleichzeitig eine attraktive Landeshauptstadt und die Begleitumstände der nicht rekonstruierten Vergangenheit wollen, das passt nicht zusammen. Wer saniert, muss wenigstens das Recht haben, auf seine Kosten zu kommen, das gilt für Bäder wie für Wohnraum. Beschweren kann man sich dann z.B. bei Bund und EU, die immer aufwendigere Maßnahmen bei der Sanierung festschreiben, mit der Folge höherer Preise. Die von der Attraktivität Potsdams angezogenen Mitbürger sind daran sicher nicht schuld. Die systematische Subventionierung des Wohnens führt zwangsläufig zu Verfall und Mangel, das hat die Vergangenheit nachdrücklich bewiesen.
  • von Otto26.09.2011 11:40
    @ Paule

    Sehe ich genauso
  • von Paule26.09.2011 11:32
    Lustig, wenn diejenigen am lautesten nach Toleranz schreien, die selbst nicht bereit sind selbige zu üben! Brauchen sie nur mal die vielen überheblichen und abkanzelnden Kommentare der zumeist Zugezogenen auf Meinungsäußerungen zur Garnisonkirche zu lesen. Also lassen Sie mal das stark strapazierte und zur bloßen Plattitüde verkommene Wort TOLERANZ aus dem Spiel.

    P.S. Habe als gebürtiger Potsdamer i.Ü. Nichts gegen Zuzug, nur stört es mich, wenn der "Neupotsdamer Geldadel", dem nebenbei gesagt seitens der Stadt mächtig in den Arsch gekrochen wird, den Wohnraum verteuert, alles aus dem Stadtbild tilgen will was ihm nicht passt, um uns letztlich etwas auf zu oktroyieren, was die wenigsten wollen.
  • von oi250326.09.2011 08:55
    @paule
    " Potsdam hat schon genügen Zugezogene, die uns erklären wollen wie wir hier zu leben haben."

    Ab der wievielten Generation ist man den Potsdamer und ich hoffe, Sie erfüllen das Kriterium ...

    Und dann immer schön für TOLERANZ sein. So, jetzt noch einmal hinsetzen, paule, und nachdenken
  • von Badegasr25.09.2011 22:13
    @an Fablo

    Stimmt. Jammern gehört anscheinend zum Kultur eines Bürgers.

    In Potsdam geschieht das eben auf einem viel höherem Lebensstandard als in anderen Städten, die nicht vom Rest der Landesbevölkerung die Steuergelder in den Hintern geblasen bekommen.
  • von Fablo25.09.2011 14:07
    Ihr Potsdamer seit wirklich zu beneiden.
    Diese Probleme möchten andere Städte auch haben.

  • von Badegast25.09.2011 11:20
    Eine reine Schwimmhalle in Bornstedt (am Stadtrand gelegen, umständlich zu erreichen), wird immer viel geringer ausgelastet (und damit weniger kostendeckend sein) sein, als eine reine Schwimmhalle im Zenrum Potsdams (zum Beispiel am Brauhausberg).

    Nur um eine Stunde ein paar Bahnen zu schwimmen, werden viele Potsdamer den langen Anfahrtweg nicht auf sich nehmen.

    Ein Freizeitbad bzw. Spaßbad in Bornstedt, dass in erster Linie der Erholung oder dem Freizeitspaß dient, könnte sich vielleicht eher rechnen. Dort wäre die Aufenthaltsdauer länger und die längere Anfahrtzeit wäre lohnender.

    Aber warum nicht einfach am Brauhausberg ein Schwimm- und Spaßbad bauen? Die Lage ist ideal zentral und Platz ist auch genug vorhanden.
  • von cmkmedia25.09.2011 09:12
    Hallenbad, Spaßbad, Brauhausberg, Bornstedter Feld!
    Wichtig ist eine Diskussion darüber. Jedoch wenn sich diese über Jahre hinweg zieht, ist das nicht Ausdruck von Bürgerdemokratie sondern Ausdruck von Unfähigkeit der führender Potsdamer Szadtpolitiker Sachentscheidungen zu treffen. Sie haben kein Blick für Finanzen, keinen Blick für städtebauliche Visionen über das Traditionelle hinaus. Doch im kleingeistigem Geklüngel von Hinterzimmern werden sie sich schon einigen - gegen den Bürgerwillen.
  • von paule24.09.2011 23:35
    @ Exilpotsdamer:

    Wenn die Enttäuschung so groß ist, dann bleiben Sie doch einfach da wohnen, wo Sie sich derzeit befinden. Potsdam hat schon genügen Zugezogene, die uns erklären wollen wie wir hier zu leben haben.
    Falls sie ohne "Spassbad" nicht leben können, dann gibt es in Brandenburg
    (das Land mit der wohl höchsten Bäder- und Thermendichte)genug Städte in denen sie sich nieder lassen können.

    Wirtschaftlich sinnvoll ist es wohl, die Schwimmhalle am Brauhausberg und das Minsk zu sanieren und mit einem Verbinder zu versehen. Im Obergeschoss des Minsk einen Fitnessbereich, unten eine Saunalandschaft und fertig ist der Lack! Zuspruch findet diese Alternative mit Sicherheit und würde wohl dem tatsächlichen Bedarf in Potsdam entsprechen.
  • von omaanni24.09.2011 21:06
    Warum will man nun noch ein Stück Potsdam- Geschichte wegreißen? Als schön erlebtes Potsdam in jungen Jahren soll nun auch noch ausgelöscht werden. Lequidiert doch alles was an behütetes Aufwachsen in Potsdam erinnert. Würde mich an der Bürgeriniative beteiligen. Bin durch den Blickpunkt darauf aufmerksam gemacht worden
  • von ebsbewer24.09.2011 20:52
    Und noch ne Million, Potsdam hat's ja!
    Wenn Ihr doch für die Barrierefreiheit mehr "locker" machen würdet!
  • von AuchPotsdamer24.09.2011 18:13
    Gute und vor allem vernünftige Entscheidung. Beide Himmelsrichtungen haben einen eigenen Anspruch auf ihre Schwimmhalle.

    Jetzt könnten Kosten gesenkt werden, wenn schnellstens die Halle im Norden kommt, damit gleich anschließend die am Brauhausberg saniert werden kann.

    Bitte aber nicht, wie neuerdings in Potsdam, umgekehrt: erst alles abreißen, dann wundern, danach erst Gedanken machen und eventuell sogar an den Bürger denken ...
  • von Lobbykratie ist zu teuer für uns alle !24.09.2011 18:08
    Es geht doch eigentlich darum das Grundstück unbebaut verkaufen zu können.Wenn das Minsk und die Schwimmhalle noch ein paar Jahre nicht betrieben werden ist der Abriss einfacher zu rechtfertigen.
    Alles andere ist Unterhaltungsprogramm für die Leute die sich einbilden sie können da Mitentscheiden.
  • von WolGA24.09.2011 17:55
    Endlich !! Sie kommt, wenn auch spät - die Einsicht. Potsdam braucht kein Spaßbad. Potsdam braucht eine Schwimmhalle und ein Tierheim !!

    Die S p a ß bader können ruhig ein wenig fahren - mit dem Fahrrad !
  • von dorena5924.09.2011 17:28
    Seufz,dass Potsdams Kasse leer ist,wissen wir doch nun wirklich nicht erst seit gestern !Mit Verweis auf andere Spassbäder bekommt man keine zusätzliche Kaufkraft nach Potsdam.Ausserdem - Sport,auch Schwimmsport soll Spass machen,das ist im Funktionsschwimmbad nicht unbedingt der Fall.Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen,wo in der Brauhausbergschwimmhalle noch Platz sein soll zum Relaxen auf Liegestühlen oder festen Holzliegen mit Kopfteil....nur mal so ein Gedanke.Zugegeben:Tropical Island hat einen auch verwöhnt,sorry ;-)
    gruss dorena
  • von potsdamer24.09.2011 11:28
    Machs gut Exilpotsdamer!
  • von oi250324.09.2011 08:41
    sowas "passiert", wenn man keinen Kompass und kein Rückgrat hat. Beim Bad, dass im neuen Zentrum der Stadt geplant war, beim Tierheim, eigentlich bei allem. Außer vielleicht bei Uferwegen, die ruhig Millionen kosten dürfen und dann von - ja von wieviel Menschen eigentlich genutzt werden (mein Tipp: unter 1000). Aber da geht es ja persönlich zu. Gegen W.K. Und dass ist doch dann wichtig, oder?
  • von Potsdamer24.09.2011 06:12
    Brauhausberg ist gut.
  • von exilpotsdamer23.09.2011 23:57
    Liebe Potsdamer SPD...

    einfach peinlich Ihr Volksverdreher...welcher Lobbygruppe beugt Ihr Euch Jetzt wieder...den BI - Schreihälsen vom Brauhausberg, den Freizeitbadbauern in Werder?
    Nee is klar, die Einwohner der größten Stadt Brandenburgs dürfen ins Umland fahren, um ein anständiges Frei- Zeit-Bad mit Saunalandschaft zu besuchen!?,Weil es sich HIER ja nicht rechnet!? NEE is klar...

    Das Geld was Mutti und Ihre 2 Kinder im " Spassbad" ausgegeben hätten, dürfen Sie ja nun der DB veräußern...oder noch mehr die Ausfallstraßen verpesten...

    Geht erst mal Euer Seepferdchen machen, ehe Ihr POLITIK macht!

    Ein sehr enttäuschter Bald- Potsdamer!

Aktuellste Kommentare

  • von Werner26.09.2011 17:22
    Bin wieder etwas platt ob der Diskussion. Bornstedt schwer zu erreichen?? Außerhalb?? Huch, ich wohne im Nichts. Bin echt froh, dass ich jeden Abend den...
  • von Pierre26.09.2011 17:00
    @ an ..................... Der gebürtige Potsdamer hat nicht mehr weniger und nicht weniger Rechte als der Neu-Zugereiste. Beide sind Potsdamer...
  • von Eigene Meinung26.09.2011 12:25
    Warum nur verkommt jeder Diskurs entweder zu einer DDR-Verklärung oder aber zur inszenierten Anti-Zuzug-Debatte? Zur Sache trägt das in keinem Fall bei....

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