• 02.09.2010

Parteivolk sympathisiert mit Sarrazin

Berlin - Unter den Anhängern und Mitgliedern der beiden Volksparteien SPD und CDU findet der Bundesbanker Thilo Sarrazin (SPD) mit seinen provokanten Integrationsthesen offenbar breite Unterstützung. SPD-Chef Sigmar Gabriel gestand am Mittwoch ein, der Umgang der Partei mit Sarrazin sei „den Wählern und an der SPD-Basis nicht leicht zu vermitteln“. In Zuschriften und Anrufen werde die Parteispitze wegen des Ziels, Sarrazin aus der SPD zu werfen, auch gefragt, „ob das denn nötig ist“. In der SPD-Zentrale sollen in den vergangenen Tagen rund 2000 E-Mails eingegangen sein, deren Verfasser sich zu etwa 90 Prozent hinter den früheren Finanzsenator in Berlin gestellt haben. Gabriel sagte, es müsse klargestellt werden, „dass es bei diesem Ausschluss nicht um Sarrazins Kritik an den Fehlern der Integrationspolitik geht, sondern um sein fatales menschenverachtendes Menschenbild“. asi

  • Erschienen am 02.09.2010 auf Seite 01

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