• 02.09.2010

Handwerk sieht Krise teilweise bewältigt

Berlin - Für das Handwerk in Berlin-Brandenburg ist die Finanzkrise nach eigener Einschätzung „Geschichte und ein Stück weit bewältigt“. In der ersten gemeinsamen Umfrage der Berliner und Brandenburger Handwerkskammern (HWK) hätten drei Viertel der befragten Firmen geäußert, dass sie von einer positiven Entwicklung ausgingen, sagte der Berliner HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse. Lediglich ein Viertel blicke skeptisch in die Zukunft.

Zufriedenheit äußerten sich vor allem die Bauunternehmen, sagte Wittke. Klagen kämen dagegen aus dem Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerbe. Die Auftragslage wird nach Angaben des Vize-Hauptgeschäftsführer der HWK Cottbus, Horst Freimann, „insgesamt positiv“ bewertet. 28 Prozent der Befragten sprächen von einer gestiegenen und 25 Prozent von einer abnehmenden Nachfrage. Probleme bereitet laut Freimann dagegen die Entwicklung der Umsätze, weil sie hinter der „gefühlten positiven Situation“ zurückbleibe. Nur zwölf Prozent der Betriebe sprächen von steigenden Umsätzen, demgegenüber aber 22 Prozent von sinkenden Erlösen. Vor allem in den berlinfernen Regionen müssten sich die Handwerker mit dem Thema der Fachkräftesicherung beschäftigen, sagte der Hauptgeschäftsführer der HWK Frankfurt (Oder), Wolfgang Zithier. Zwei Drittel der Betriebe in den Kammerbezirken Cottbus und Frankfurt betrachteten dies inzwischen als ernsthaftes Thema. ddp

  • Erschienen am 02.09.2010 auf Seite 01

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