Berlin - Angesichts der Griechenlandkrise hat sich Deutschlands Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für eine Art europäischen Währungsfonds ausgesprochen. Für die Eurozone werde eine Institution benötigt, die über die Erfahrungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und „über analoge Durchgriffsbefugnisse“ verfüge, sagte Schäuble gegenüber der „Welt am Sonntag“.
SPD-Chef Sigmar Gabriel begrüßte die Überlegungen der Bundesregierung. Er sei froh, dass Schäuble eine „ Idee der Sozialdemokraten aufgegriffen“ habe, sagte Gabriel gegenüber dieser Zeitung. Europäische Sozialdemokraten hätten schon vor Wochen vorgeschlagen, bei der Europäischen Investitionsbank einen Hilfsfonds einzurichten. „Daraus könnten sich EU-Mitglieder mit Zahlungsschwierigkeiten zu normalen Zinsen mit Krediten versorgen.“
Der SPD-Chef warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schwere Versäumnisse vor. Merkel habe nichts dagegen unternommen, „dass Spekulanten die Kreditaufnahme von Staaten wie Griechenland massiv erschweren“. Dabei handele es sich um „die größte Gefahr für Arbeit und Wohlstand seit Gründung der EU“. has
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