Impfstoffe für Kinder werden knapp
(08.02.10)
Berlin - Weil die Hersteller mit der Produktion von bestelltem, aber nicht benötigtem Schweinegrippe-Impfstoff ausgelastet sind, wird in Deutschland anderer Impfstoff knapp. Das Problem betrifft vor allem Kinder. Es geht um einen Sechsfachimpfstoff sowie einen Vierfachimpfstoff, die derzeit nicht ausreichend hergestellt werden. Ärzte können als Alternative die Dosen einzeln verabreichen, die Kinder müssen entsprechend öfter geimpft werden. Die Verknappung könnte nach Ansicht von Experten Monate anhalten. Vor April wird nicht mit einer Normalisierung gerechnet.
„Es gibt Lieferengpässe“, sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek am Sonntag.
Voraussichtlich bis Mitte Februar nicht mehr lieferbar seien unter anderem ein Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge sowie ein Vierfach- Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Es gebe jedoch Alternativen, so dass kein Kind in Deutschland ungeimpft bleiben müsse. dpa/kkp