• 08.02.2010

Erste Warnstreiks in Brandenburg

Potsdam - Mit Warnstreiks wollen Beschäftigte im öffentlichen Dienst am heutigen Montag erstmals auch im Land Brandenburg ihren Forderungen nach mehr Geld Nachdruck verleihen. Mitarbeiter von Verwaltungen, öffentlichen Versicherungen und der Arbeitsagentur legen in den kreisfreien Städten Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) die Arbeit zeitweise nieder. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte Kundgebungen in den drei Städten an. Die nächste Runde der bundesweiten Verhandlungen ist für diesen Mittwoch in Potsdam geplant. Verdi verlangt fünf Prozent mehr Geld. Den Arbeitgebern ist das angesichts der schweren Wirtschaftskrise deutlich zu viel. Nach Angaben des brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes sowie des Landkreistages Brandenburg seien bei solchen Lohnzuwächsen weitere Stellenstreichungen und vor allem eine weitere Einschränkung der Leistungen der Kommunen für die Bürger alternativlos. Allein fünf Prozent mehr Lohn würden die Kommunen in diesem Jahr mindestens 60 Millionen Euro zusätzlich kosten – bei ohnehin dramatisch sinkenden Steuerausfällen. Verdi begründete die Forderung unter anderem damit, dass der Konsum in Deutschland wieder angekurbelt werden müsse.PNN/dpa

  • Erschienen am 08.02.2010 auf Seite 01

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