München - Während auf allen diplomatischen Kanälen versucht wird, den Atomstreit mit dem Iran zu lösen, hat Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag seine nationale Atombehörde angewiesen, die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent vorzubereiten. Ahmadinedschad gab vor, das Uran für medizinische Zwecke nutzen zu wollen, der Westen verdächtigt das Regime jedoch, den Bau einer Atombombe voranzutreiben. Deshalb laufen Verhandlungen über einen Austausch von schwach angereichertem Uran gegen stark angereichertes Material unter internationaler Aufsicht. Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte am Sonntag Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, nun sei der UN-Sicherheitsrat in der Frage gefragt, darauf zu reagieren. Dabei könne es auch sein, dass die Sanktionsschraube angezogen werden müsse. Guttenberg appellierte an Russland und China, sich notwendigen Maßnahmen im UN-Gremium nicht zu verweigern. PNN
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