Die Frage, was man im Bett macht, ist nicht eindeutig zu beantworten. Einige schlafen, andere tun das nicht. Oder nicht sofort, erst später. Was zu der interessanten Frage führt, wie man ins Bett geht. Das Hamburger Markt- und Trendforschungsinstitut Ears and Eyes ist dieser Frage nun nachgegangen. Es hat sozusagen – der Kalauer ist jetzt unvermeidlich – an der Matratze gehorcht. Und dabei ist rausgekommen, dass 13 Prozent der Deutschen nackt schlafen. Was den Umkehrschluss zulässt, dass 87 Prozent der Deutschen, wenn sie im Bett nicht sofort schlafen, sondern erst später, sich anschließend wieder anziehen müssen, was die Romantik doch sehr stören kann. Besonders, wenn er dann im karierten Pyjama aus dem Bad kommt, durchgeknöpft, mit Brusttasche, und die Hose mit verstärktem Bund und Gummizug, womöglich in Socken. Dann war es doch all die vorherige Mühe nicht wert. Und überhaupt, wofür ist eigentlich die Brusttasche im Pyjama gut? Für ein elegantes Einstecktuch? Oder doch für den Kugelschreiber, damit er sich abschließende Notizen machen kann?
Man sieht schon, Nacktschläfer sind die Romantiker unter den Schläfern. Es sind überwiegend, und bitte, das sagt die Umfrage und ist kein Chauvinismus, Nacktschläfer sind überwiegend Männer und über 50 Jahre alt.
Eine andere interessante Zahl aus der Studie sagt aus, dass 51 Prozent der Deutschen bei offenem Fenster schlafen. Also 49 Prozent bei geschlossenem Fenster. Und 46 Prozent schließen zudem die Türe. Geschlossenes Fenster, karierter hochgeknöpfter Pyjama mit Kugelschreiberfach, kann es noch irgendjemanden überraschen, dass wir ein demografisches Problem haben?
Gut, es ziehen sich nicht alle nachher den Schlafanzug an, manche bevorzugen auch ein Nachthemd, was die Stimmung aber nur unwesentlich ändert. Schlafanzugträger und Nachthemdträger machen insgesamt 43 Prozent der angezogenen Schläfer aus. 30 Prozent wählen eine Kombination aus T-Shirt und Unterhose, womöglich die ausgeleierte, die er den ganzen Tag über anhatte. Eine Frage bleibt unbeantwortet: 13 Prozent Nacktschläfer plus 43 Prozent Pyjama- und Nachthemdliebhaber (ist das nicht ein Widerspruch in sich?) plus 30 Prozent Kombinierer machen zusammen 86 Prozent. Was bevorzugen die restlichen 14 Prozent? Einen Mantel, Mütze, Schal? Keinen Schlaf, nicht mal später? Es gibt noch Forschungsbedarf.Helmut Schümann
Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld wird sich deutlich verzögern. Sollte das Ihrer Meinung nach personelle Konsquenzen haben?