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  • 11.08.2018

Maaßen traf sich zwei Mal mit Petry

Berlin - Das Bundesinnenministerium hat erstmals Kontakte von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen und der früheren AfD-Chefin Frauke Petry bestätigt. Maaßen habe sich „vor etwa drei Jahren“ mit Petry getroffen, sagte eine Sprecherin dieser Zeitung am Freitag. Es habe zwei Gespräche gegeben. In beiden Gesprächen habe Maaßen „keine Empfehlungen oder Ratschläge hinsichtlich des Umgangs mit Personen oder Strömungen der AfD gegeben“. Die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber berichtet in ihrem Buch „Inside AfD“, Petry habe ihr von Gesprächen mit Maaßen berichtet. Dieser habe ihr sogar nahegelegt, ein Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke einzuleiten, ansonsten wäre eine Beobachtung und Nennung der Partei im Verfassungsschutzbericht unvermeidbar. Maaßen hatte das Treffen mit Petry nicht bestätigt und erklären lassen, er habe niemanden beraten. Das Innenministerium erklärte, Maaßen habe seit seinem Amtsantritt 2012 „etwa 196“ Gespräche mit Politikern von Union, SPD, Grüne, Linken und AfD geführt. AfD-Aussteigerin Schreiber behauptet, Petry habe in Gesprächen mit ihr mehrfach erwähnt, dass Maaßen der Partei wohlgesonnen sei. Maaßen pochte darauf, dass solche Gespräche der Vertraulichkeit unterliegen. Das Innenministerium legt dagegen jetzt teilweise offen, welche Angaben Maaßen dazu intern gemacht hat. neu

  • Erschienen am 11.08.2018 auf Seite 01

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