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  • 09.08.2018

Ruhani: USA ist nicht zu trauen

Teheran - Irans Präsident Hassan Ruhani hat bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Außenminister Vorsicht im Umgang mit den USA angemahnt. „Die Haltung der USA in der letzten Zeit hat dazu geführt, dass sie weltweit nicht mehr als ein zuverlässiges Land angesehen werden“, sagte Ruhani nach iranischen Angaben bei dem Gespräch mit dem nordkoreanischen Außenminister Ri Yong Ho am Mittwoch in Teheran.

Der Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 sei ein Beispiel für die amerikanische Unzuverlässigkeit. US-Präsident Donald Trump hatte den Deal, der die Entwicklung einer iranischen Atombombe verhindern sollte, im Mai einseitig aufgekündigt. Seit Dienstag sind nun US-Sanktionen wieder in Kraft.

Teheran sei an einem Ausbau der Beziehungen mit Nordkorea und einer Zusammenarbeit in internationalen Gremien sehr interessiert, sagte Ruhani weiter. Nach Angaben des iranischen Präsidialamts sprach sich Ri Yong Ho gegen den „Unilateralismus“ der USA aus – zugleich betonte der nordkoreanische Außenminister das Interesse an einer Ausdehnung der Beziehungen zu Teheran. Ruhani steht innenpolitisch unter Druck: Er wird für die Misere des Landes verantwortlich gemacht. Gelingt es ihm nicht, die Wirtschaft in Schwung zu bekommen, wird er sich kaum im Amt halten können. dpa

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  • Erschienen am 09.08.2018 auf Seite 01

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