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  • 07.11.2017

Bundesregierung begrüßt Steuer-Enthüllungen

Berlin - Die Bundesregierung hat die Enthüllungen zu Steueroasen durch die „Paradise Papers“ begrüßt. Dadurch würden „Strukturen, Akteure und Nutznießer steuerlicher Parallelwelten“ bekannt gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Die Veröffentlichungen erhöhten den Druck auf Länder, die sich bislang der Transparenz verweigerten. „Transparenz ist der Untergang jeder Steueroase“, fügte Seibert hinzu. Es sei wichtig, die Menschen zu kennen, die hinter Briefkastenfirmen steckten.

Der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) kündigte ein schärferes Vorgehen gegen Steuerschlupflöcher an. „Wir müssen uns damit auseinandersetzen“, sagte er. Möglicherweise ergebe sich Handlungsbedarf auf EU-Ebene. Auch bei den Gesprächen über eine Neubildung der Bundesregierung werde das Thema eine Rolle spielen.

Rund anderthalb Jahre nach den „Panama Papers“ hat ein neues Datenleck Steuertricks von Politikern, Konzernen und Superreichen in aller Welt offengelegt. Die insgesamt 13,4 Millionen Dokumente wurden der „Süddeutschen Zeitung“ aus Steueroasen zugespielt und von einem internationalen Medienkonsortium ausgewertet. Den „Paradise Papers“ zufolge hat etwa US-Handelsminister Wilbur Ross Beteiligungen an einer Reederei, die in Verbindung mit Vertrauten von Russlands Präsident Wladimir Putin steht. dpa/AFP

  • Erschienen am 07.11.2017 auf Seite 01

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