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  • 05.10.2017

Türkei lässt Deutschen frei und verurteilt 34 Soldaten

Berlin - Ein wegen politischer Vorwürfe festgenommener Deutscher ist in der Türkei wieder freigelassen worden. Der deutsch-türkische Staatsangehörige sei am 26. Mai inhaftiert worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Mittwoch. Damit würden nun noch elf Deutsche wegen politischer Vorwürfe in dem Nato-Land im Gefängnis sitzen. Nach Kenntnis des Außenamts wurde keine Ausreisesperre über den Mann verhängt.

Die elf inhaftierten Deutschen sitzen wegen des Verdachts politischer Straftaten ein, etwa wegen mutmaßlicher Unterstützung von Terroristen oder Putschisten. Darunter sind der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner. Die Inhaftierungen sorgen – neben anderen Streitpunkten – für schwere Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei.

Ein türkisches Gericht fällte ein erstes Urteil gegen 34 Soldaten, die im Juli 2016 beim Putschversuch versucht hatten, Staatschef Recep Tayyip Erdogan festzunehmen. Das Gericht verurteilte sie zu mehrfach lebenslänglichen Haftstrafen – doch der Prozess ließ viele Fragen weiterhin ungeklärt. dpa/güs

  • Erschienen am 05.10.2017 auf Seite 01

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