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  • 13.09.2017

Feuerwehr: Brandenburg will Ehrenamtler besser absichern

Potsdam - Nach dem tragischen Unfalltod zweier Feuerwehrleute vor einer Woche auf der Autobahn 2 bei Netzen (Potsdam-Mittelmark) will das Land Brandenburg freiwillige Einsatzkräfte besser absichern. All jene, die gefährliche Aufgaben erfüllten – ob freiwillig oder beruflich – müssten das gleiche Sicherungssystem für ihre Familien erhalten, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Dienstag dem rbb. Bislang gebe es bei Sterbegeld sowie Witwen- und Waisenrente Unterschiede zwischen Angestellten, Beamten und Ehrenamtlichen. Auch bei anderen Hilfsorganisationen solle eine Gleichbehandlung möglich gemacht werden, versprach Schröter.

Die Fraktionschefs von SPD und CDU im Landtag sprachen sich ebenfalls dafür aus, ehrenamtliche Feuerwehrleute im Fall von schweren Unglücken im Einsatz möglichst genauso finanziell abzusichern wie hauptamtliche. SPD-Fraktionschef Mike Bischoff verwies darauf, dass mehr als 95 Prozent aller Einsätze im Land von freiwilligen Kräften geleistet würden. Eine Versorgung solle es auch bei Berufsunfähigkeit geben, forderte er. Bischoffs CDU-Amtskollege Ingo Senftleben betonte, es sei eine Pflicht der Gesellschaft, denen im Unglücksfall zu helfen, die sonst in der Not anderen helfen.

Wie berichtet waren die beide Opfer von der A2 zum Unfallzeitpunkt für die Freiwillige Feuerwehr Kloster Lehnin im Einsatz. Einer der beiden Männer war gleichzeitig Berufsfeuerwehrmann in Potsdam. dpa/PNN

  • Erschienen am 13.09.2017 auf Seite 01

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