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  • 10.08.2017

Auto-Attentat auf Soldaten in Frankreich

Paris - Nach einer Auto-Attacke auf Soldaten bei Paris prüfen die Ermittler einen Terrorverdacht. Der Fahrer steuerte seinen Wagen am Mittwochmorgen im Vorort Levallois-Perret in eine Gruppe Militärs und verletzte dabei sechs von ihnen. Das Auto sei zunächst langsam gefahren und habe dann etwa fünf Meter von den Soldaten entfernt beschleunigt, um sie anzufahren. „Wir wissen, dass das eine absichtliche Tat war“, sagte Innenminister Gérard Collomb.

Der mutmaßliche Täter konnte zunächst fliehen. Nach mehrstündiger Fahndung stoppte die Polizei einen Verdächtigen, der im Norden des Landes mit dem gesuchten Auto unterwegs war. Dabei eröffneten Beamte das Feuer, wie die Nationalpolizei auf Twitter mitteilte.

Die für Terrorfälle zuständige Pariser Staatsanwaltschaft zog den Fall an sich. Sie leitete eine Untersuchung wegen versuchten Mordes an Amtspersonen in Verbindung mit einem Terrorvorhaben ein. Die Soldaten gehörten zum Anti-Terror- Einsatz Sentinelle (Wache), der Militärpatrouillen in französischen Städten umfasst. Die Operation Sentinelle begann nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015. Dafür sind bis zu 10 000 Soldaten im Einsatz. Seit Januar 2015 waren in Frankreich bei Anschlägen fast 240 Menschen ermordet worden. dpa

  • Erschienen am 10.08.2017 auf Seite 01

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