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  • 10.01.2017

Stadtparlament wählt Bernd Rubelt: Neuer Baudezernent für Potsdam

Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Nach mehr als einjähriger Vakanz und zwei erfolglosen Anläufen hat die Landeshauptstadt Potsdam einen neuen Baudezernenten. Das Stadtparlament wählte am Montag in einer Sondersitzung den parteilosen Bernd Rubelt mit großer Mehrheit für die kommenden acht Jahre auf den Posten. Rubelt erhielt gleich im ersten Wahlgang 39 Ja- und 14 Nein-Stimmen. Er leitet bislang das Bauamt im schleswig-holsteinischen Eutin und wird nun Nachfolger von Matthias Klipp (Grüne), der im November 2015 über eine Affäre um seinen privaten Hausbau gestürzt war.

Anfang Dezember war der zunächst favorisierte Kasseler Baustadtrat Christoph Nolda (Grüne) in der Stadtverordnetenversammlung in drei Wahlgängen durchgefallen. Die Grünen-Fraktion kündigte daraufhin die Rathauskooperation mit SPD und CDU/ANW auf, es folgten wechselseitige Vorwürfe. Seitdem muss Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) im Stadtparlament auf wechselnde Mehrheiten setzen. Insofern war die geheime Abstimmung am Mittwoch auch ein erster Test für Jakobs, wie tragfähig die neue Konstellation ist. Die Abstimmung erfolgte erneut geheim. Im Vorfeld hatte nur die siebenköpfige Grünen-Fraktion angekündigt, nicht für Rubelt zu stimmen. Aus welchen Fraktionen die anderen Nein-Stimmen für Rubelt kamen, blieb unklar. Der 48-Jährige sagte, er fühle sich nicht als zweite Wahl. Jakobs sagte, er wünsche sich eine Fortsetzung der bisherigen Linien der Potsdamer Stadtentwicklung. Schwerpunkte seien die Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte, der Wohnungsbau in der schnell wachsenden Stadt sowie die Lösung der Potsdamer Verkehrsprobleme. HK

 

  • Erschienen am 10.01.2017 auf Seite 01

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