Schon sieben Punkte in zwei Spielen. Daniel Briere (rechts) im Spiel gegen Köln.
Die Eisbären gingen früh in Führung und führten über weite Strecken überlegen. Am Ende gingen sie mit 6:2 als Sieger vom Platz - ein verdienter Sieg gegen den Tabellenletzten Grizzly Adams Wolfsburg.
Die Begriffe „Eisbären“ und „Defensive“ passten in den vergangenen Wochen zusammen wie, sagen wir mal, Wolfsburg und Opel – nämlich gar nicht. 6:5, 4:3 und 5:6 hießen die letzten Spielergebnisse aus Sicht der Berliner. Und gegen den EHC Wolfsburg hieß es daher am Sonntag für die Mannschaft von Trainer Don Jackson auch vornehmlich: wenig Gegentreffer zulassen. Und das machten die Eisbären am elften Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga dann auch. Dank des starken Torhüters Sebastian Elwing setzte sich der Deutsche Meister 6:2 (1:2, 1:1, 0:3) in Wolfsburg durch.
Das Hauptinteresse der Berliner Eishockey-Fans unter den 3300 Zuschauern galt natürlich wieder den beiden Leihgaben aus der nordamerikanischen Profiliga NHL: Claude Giroux und Daniel Brière. Und beide bewiesen einmal mehr ihre Extraklasse und machten gegen Wolfsburg „den Unterschied aus“, wie Eisbären-Trainer Don Jackson befand. An vier der sechs Berliner Tore waren sie direkt beteiligt.
In einem überlegenen ersten Drittel gingen die Eisbären durch einen Doppelschlag von Barry Tallackson und Brière frühzeitig in Führung. Der Anschlusstreffer von Adrian Grygie fiel kurz vor der Pause aus dem Nichts.
In der Pause richtete Jackson warnende Worte an seine Spieler, er ging von einer Leistungssteigerung der Wolfsburger aus. Und der Coach sollte Recht behalten. In einem starken zweiten Drittel ließen die Gastgeber zwar den zweiten Treffer von Brière zu, verkürzten aber in der 30. Minute durch Alexander Polaczek. Das Spiel gewann nun an Tempo und Härte.
Im Schlussdrittel verteidigte der starke Elwing einige Male die Berliner Führung, ehe seine Mitspieler in der Offensive dann alles klarmachten. Nach dem 4:2 durch Jamie Arniel gelang Frank Hördler ein wahres Traumtor: Von der Blauen Linie aus erzielte er das 5:2, die Entscheidung.
Der dritte Treffer von Brière kam den Berlinern dann gelegen. Denn er täuschte ein wenig hinweg über die erneuten Sorgen in der Abwehr. „Das Spiel war eng und ging einige Tore zu hoch für uns aus“, befand dann auch Brière.
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