Algeriens Carl Medjani (Nr. 12) hat noch Luft fürs Nachspiel.
Nach dem Abpfiff geht's ab. Im Anschluss an das Quali-Spiel zum Afrika-Cup zwischen Algerien und Libyen jagen sich Spieler beider Mannschaft über den Rasen. Angefangen hat es mit einem unfairen Treffer.
Casablanca, Stade Mohamed V, Afrika-Cup-Qualifikation zwischen Libyen und Algerien. Es läuft die 96. Minute. Die algerischen Fans auf den Rängen feiern, die Ersatzspieler und Betreuer in ihren grünen Trainingsanzügen lassen den Trainer Vahid Halilhodzic hochleben, denn Stürmer El Arbi Hillel Soudani hat in der 88. Minute noch den 1:0-Siegtreffer erzielt.
Plötzlich wird Halilhodzic von den Schultern gelassen, alle blicken aufs Spielfeld - und laufen los. Der Trainer vorne weg. Statt Jubelschreien gibt es jetzt nur noch Pfiffe. Auf dem Platz jagen sich Spieler beider Mannschaften, einige Ordner versuchen, dazwischen zu gehen.
Was die Kamera nicht gezeigt hat: Algeriens Stürmer Islam Slimani hat auch getroffen. Allerdings nicht das Tor, sondern den libyschen Verteidiger Mohamed el Mughrabi. Er ist ihm von hinten in den Rücken gesprungen. Immer wieder bilden sich Grüppchen, die sich hin und her schubsen. Kaum sind Ordner und Funktionäre dazwischen gegangen, geht an einer anderen Stelle auf dem Feld schon das nächste Scharmützel los. Vom Platz wurde übrigens niemand gestellt.
Video: Dritte Halbzeit im Afrika-Cup
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