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  • 17.05.2018
  • von Henrik Hoelzmann

NOFV-Oberliga Nord: TeBe will im Derby angreifen

von Henrik Hoelzmann

Toptorjäger. Sebastian Huke (blaues Trikot) weiß, wo das Tor steht. Der Oberliga-Stürmer von Hertha 03 traf diese Saison schon 22 Mal. Foto: Hertha 03/Kerstin Kellner

Das Team von Thomas Brdaric hat vor dem Stadtduell gegen Zehlendorf noch Chancen auf den Aufstieg. Ausgerechnet ein früherer TeBe-Kicker könnte diesen Traum zerstören.

Die Nachricht von der Vertragsverlängerung seines Toptorjägers Karim Benyamina erreichte TeBe-Trainer Thomas Brdaric einen Tag vor dem wichtigen Stadtderby gegen Hertha Zehlendorf. Auf dem zweifachen algerischen Nationalspieler, der in den vergangenen zwei Spielen an sechs von acht Toren beteiligt war, ruhen im Endspurt um den Aufstieg Brdarics Hoffnungen. Im Topspiel gegen Hertha Zehlendorf ist der Tabellenzweite der NOFV-Oberliga Nord erneut auf Benyaminas Tore angewiesen. Sollte er seine Farben erneut zum Sieg schießen, winkt TeBe erstmals in dieser Saison die Tabellenführung. Um die letzten Aufstiegschancen zu wahren, braucht der frühere Zweitligist Tennis Borussia den zehnten Ligasieg in Folge und muss auf einen Patzer des bisherigen Tabellenführers Optik Rathenow in den verbleibenden drei Spielen hoffen.

Dass TeBe noch von der Regionalliga träumen darf, hängt auch mit seiner guten Defensive zusammen: In den letzten sechs Spielen kassierte die Brdaric-Elf kein einziges Gegentor. Das Hinspiel gegen Zehlendorf gewann TeBe im heimischen Mommsenstadion mit 1:0.

Vor dem Spiel am Freitag (19 Uhr) auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld verabschieden die Zehlendorfer ihr Urgestein Darius Niroumand. Der wird sein 232. und zugleich letztes Punktspiel für Hertha 03 bestreiten. Abgesehen von einem Jahr beim Berliner AK spielt der Sohn von Präsident Kamyar Niroumand seit der Saison 2008/2009 in der ersten Mannschaft von Hertha 03.

Zehlendorf plant mit neuem Trainer-Duo

Pikant: Zehlendorfs Neuzugang Sebastian Huke trifft erstmals auf seinen alten Verein TeBe, den er im Sommer 2017 verlassen hatte. In der Hinrunde verpasste Huke, der bereits 22 Tore erzielte, das Traditionsduell verletzungsbedingt. Nun könnten ausgerechnet Huke-Tore die TeBe-Hoffnungen auf den Aufstieg so gut wie beenden. In Zehlendorf fühlt sich der Stürmer offenbar so wohl, dass er seinen Vertrag bereits verlängerte. Er zählt damit zu jenen elf Spielern, die der Hertha sicher erhalten bleiben.

Auch die Trainersituation ist geklärt. Ab der nächsten Saison werden Markus Schatte und Manuel Meister das Traineramt von Hans-Karsten Stolze übernehmen, der seit April interimsmäßig im Amt ist. Schatte, bisher Sportlicher Leiter der Jugendmannschaften, und Manuel Meister wollen versuchen, den Verein in den kommenden Jahren weiter in Richtung Regionalliga zu orientieren. Meister trainierte bis 2017 die A-Junioren und schlug im letzten Jahr die A-Jugend von Hertha BSC im Berliner Pokalfinale nach Elfmeterschießen. TeBe will der Regionalliga mit einem Sieg an diesem Freitag in Zehlendorf schon in dieser Saison einen Schritt näher kommen.

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