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  • 18.05.2018
  • von Sven Goldmann

Deutsche Nationalmannschaft: Sandro Wagners Rücktritt ist eine Unverschämtheit

von Sven Goldmann

Vergangenheit. Sandro Wagner im Nationalteam. Foto: FranckFife/AFP

Acht Spiele machte Sandro Wagner für die DFB-Elf. Weil Löw ihn nicht mit zur WM nimmt, tritt er nun zurück. Das ist mehr als seltsam. Ein Kommentar.

Sandro Wagner tritt also aus der Nationalmannschaft zurück. Das ist, mit Verlaub, eine Unverschämtheit! Das Privileg des Rücktritts ist an Leistung und Verweildauer geknüpft, an Verdienste auf oder neben dem Fußballplatz.

Franz Beckenbauer und Uwe Seeler durften aus der Nationalmannschaft zurücktreten, zuletzt Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, demnächst vielleicht Manuel Neuer, Sami Khedira oder Jerome Boateng.

Aber Sandro Wagner? Nach acht Länderspielen, das erste liegt nicht mal ein Jahr zurück? Nach fünf Toren, drei davon gegen San Marino, der Rest gegen Aserbaidschan und Nordirland?

Sandro Wagner ist ein kluger Kopf, was er oft und gern deklamiert, nicht immer zu seinem Vorteil. Klugheit verführt zu Arroganz und Überheblichkeit, zu anmaßenden Sätzen wie: „Ich habe es verdient, mitzufahren. Ich fahre auch mit, da bin ich mir sicher.“

Oder: „Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht“, bezogen auf die Entscheidung von Joachim Löw, dass der Stürmer Wagner nun doch nicht mitfahren darf zur Weltmeisterschaft nach Russland.

Genau das ist der Punkt, den der kluge Kopf aus München nicht versteht. Spieler wie Sandro Wagner treten nicht aus der Nationalmannschaft zurück, sie werden einfach nicht mehr berufen.

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