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  • 12.10.2017
  • von Jan Schröder

Eisbären erobern Tabellenführung: Voll im Konzept

von Jan Schröder

Umzingelt! Nick Petersen im Kreis der Schwenninger Spieler. Foto: Imago

Die Eisbären sind Spitze, zumindest bis Freitag: Das 3:1 gegen die Schwenninger Wild Wings war völlig verdient und eine Demonstration neuen Berliner Selbstbewusstseins.

Viel Geduld mussten die Eisbären Berlin am Donnerstagabend gegen die Schwenninger Wild Wings aufbringen. Doch die Beharrlichkeit zahlte sich aus:  Am Ende siegten sie vor 8.841 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) und konnten nicht nur den vierten Erfolg in Serie, sondern auch die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) feiern. Die könnte nur von kurzer Dauer sein: Mit einem Heimsieg gegen Krefeld können die Nürnberg Ice Tigers am Freitag die Spitze zurückerobern. Nachhaltiger dürften andere erfreuliche Erkenntnisse sein, die das Team aus dem Spiel mitnehmen konnte: Wieder ließen sich die Berliner nicht von einem Rückstand aus dem Konzept bringen, wieder verteilten sich die Treffer auf verschiedene Angriffsreihen, was für die Leistungstiefe im vor der Saison neu formierten Kader spricht.

Vor dem Spiel hatte Trainer Uwe Krupp die Gäste für ihr „gutes defensives Eishockey“ gelobt. Das demonstrierten die Schwenninger im ersten Drittel fast in Perfektion: Fast wie im Powerplay passten sich die Berliner in der Angriffszone die Scheibe zu, fanden aber gegen den extrem tief stehenden Gegner keine Lücken, um gefährliche Schüsse anzubringen.

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig an den Kräfteverhältnissen auf dem Eis

So entwickelte sich ein Geduldsspiel, in dem die Berliner als erste Nerven zeigten: Nach einem der ganz wenigen Angriffe der Gäste trudelte ein abgefälschter Schuss von Markus Poukkula an Petri Vehanen vorbei über die Linie. Schon sah es nach einer frustrierenden Drittelpause für die  Eisbären aus, doch Sekunden vor der Sirene ließ Schwenningens Torhüter Dustin Strahlmeier einen Schlenzer von Louis-Marc Aubry am kurzen Pfosten passieren. Im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig an den Kräfteverhältnissen auf dem Eis.

Doch nun schafften es die Berliner endlich, ihre Überlegenheit zu Toren zu nutzen. Fünf Minuten vor der zweiten Pause verwertete Thomas Oppenheimer eine Vorlage von Florian Busch, der den verletzten André Rankel als Kapitän vertrat, zur Führung, nur 42 Sekunden später baute Mark Olver den Vorsprung aus. „Vielleicht ändern die Schwenninger nun ihr Konzept. Wir müssen nur so weiterspielen“, sagte Nick Petersen vor dem  Schlussabschnitt.  Das taten die Berliner und mussten daher nur noch einmal um den Sieg zittern, als der Schwenninger Verteidiger Jussi Timonen den Innenpfosten traf. Ansonsten brachten sie den glanzlosen, aber verdienten Erfolg souverän über die Zeit.

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