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  • 21.04.2017
  • von Christoph Dach

Fußball-Bundesliga: Unsere Fragen an den 30. Spieltag

von Christoph Dach

Das Rückspiel steht an. Hoffenheims Niklas Süle (r) und Kölns Anthony Modeste kämpfen im Hinspiel im Dezember 2016 um den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa

Wird es noch mal eng im Meisterkampf und auf welches Spiel sollte man wetten? Unsere Fragen an den 30. Bundesliga-Spieltag.

Wird es noch mal eng im Meisterkampf?
Den leidgeplagten Anhängern des FC Bayern München (sic!) wird die Antwort nicht gefallen, denn sie lautet: selbstverständlich! Am Samstag empfangen die schwer angeschlagenen Bayern nämlich ausgerechnet jene Mannschaft, gegen die sie in der vergangenen Saison die einzige Heimniederlage kassiert haben: den FSV Mainz. Bei einem Auswärtssieg der 05er – und einem Sieg RB Leipzigs am Sonntag in Gelsenkirchen – würde der vermeintlich sichere Vorsprung auf läppische fünf Punkte zusammenschrumpfen. Kalte Füße sind in München also garantiert, zumal Manuel Neuer verletzt fehlt, für ihn wird Sven Ulreich das Tor hüten. Im Mainzer Lager denkt Trainer Martin Schmidt ebenfalls über einen Tausch nach: Jonas Lössl ist nach auskurierter Verletzung zwar wieder fit, in seiner Abwesenheit hat Vertreter Jannik Huth aber auch zu überzeugen gewusst.

Auf welches Spiel sollte man wetten?
Abgesehen vom erwartbar klaren Mainzer Auswärtssieg in München bietet sich eine andere Partie im Sinne der Vermögensvermehrung an: das Freitagsspiel zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim. Der Effzeh hat bereits zehnmal unentschieden gespielt, noch häufiger hat dieses Kunststück nur Hoffenheim vollbracht (12). Wer das Team von Trainer Julian Nagelsmann (Foto) schon einmal gesehen hat in dieser Saison, wird allerdings zu der Erkenntnis kommen: Auf Remis spielen können die Hoffenheimer ohnehin nicht, obwohl sie es dann doch häufig tun. Mit einem Punkt in Köln würden sie frühzeitig ihren Vereinsrekord von 55 Punkten einstellen – und obendrein die erstmalige Teilnahme am Europapokal finalisieren. Wetten!?

Wer macht weiter auf dicke Hose?
Was wären sie in Hamburg bloß ohne ihren Klaus-Michael, Nachname Kühne? Abgestiegen? Insolvent? Nicht mehr existent? Wahrscheinlich irgendwie alles. Gott sei Dank hat sich der Milliardär dieser Tage überlegt, sein Engagement beim HSV auch in Zukunft fortzusetzen. In der Sommertransferperiode will Kühne wieder in verlässlicher Manier die Geldbörse öffnen. Jetzt muss sich der HSV also nur noch seiner sportlichen Sorgen entledigen. Am besten ginge das mit einem Heimsieg gegen den Tabellenletzten Darmstadt 98 am Samstag.

Und sonst?

Dürfen sich die Fans von Hamburg bis München, von Köln bis Leipzig, am guten Gesundheitszustand des Patienten Fußball-Bundesliga erfreuen. Wirtschaftlich steht der deutsche Profifußball so gut da wie seit Jahren nicht mehr, das zeigt auch die jüngste Entscheidung der DFL. Am Mittwoch hat der für die Profiklubs verantwortliche Dachverband allen 52 Bewerbern die Lizenz für die kommende Saison in der ersten und zweiten Liga erteilt. „Einige Klubs müssen bis Ende Mai aber Bedingungen erfüllen, um im Falle der sportlichen Qualifikation die Spielberechtigung zu erhalten“, heißt es in einem DFL-Schreiben, „andere erhielten die Lizenz unter Auflagen.“ Womöglich muss sogar Klaus-Michael Kühne noch mal ans Eingemachte.

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