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  • 29.05.2015

Prochnow verlässt den SV Babelsberg

Nach zehn Jahren sucht er neue Herausforderung

Der „Dino“ geht: Nach zehn Spielzeiten am Babelsberger Park wird Julian Prochnow den SV Babelsberg 03 verlassen. Nach langem Überlegen war es für den 28-Jährigen an der Zeit, noch einmal zu einem anderen Verein zu wechseln. „Ich habe beim SV Babelsberg 03 ein Drittel meines Lebens verbracht, bin hier vom Jugendlichen zum Mann gereift und habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Ich blicke glücklich auf die tolle Zeit zurück“, sagt Prochnow.

Mit ihm verlässt der dienstälteste Spieler der Regionalligamannschaft den Verein. Insgesamt kam er auf 206 Punktspieleinsätze für Nulldrei in der dritten und vierten Liga, erzielte dabei elf Tore. Nachdem er in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal an einen Wechsel gedacht hatte, habe er sich schon zu Jahresbeginn nach vielen Gesprächen mit seiner Familie und seiner Freundin entschieden, noch einmal etwas Neues zu versuchen. Einen neuen Verein gibt es derweil noch nicht. „In bin in Gesprächen und habe verschiedene Möglichkeiten“, sagt Prochnow, konkrete Entscheidungen gebe es aber noch nicht. „Ich kann mir vorstellen, weiter in der Regionalliga zu spielen, auch die dritte Liga wäre noch einmal eine Herausforderung“, so Prochnow. „Man muss sehen, was realistisch ist.“ Aktuell habe der Abschluss seines BWL-Studiums absoluten Vorrang. „Es ist auch denkbar, dass ich für den Job den nächsten Schritt mache, mehr praktische Erfahrungen sammle und Fußball in der Oberliga spiele“, meint Prochnow.

Für die sportliche Führung des Vereins kommt der Abschied nicht völlig überraschend. „Vor etwa einem Monat hatte ich ein langes und intensives Gespräch mit Jule, bei dem ich bereits gemerkt habe, dass er nach zehn Jahren in Babelsberg nach einer neuen Herausforderung sucht“, sagt Almedin Civa, Sportlicher Leiter des SVB. Mit Abschluss des Studiums sei es nur verständlich, dass dies der richtige Zeitpunkt für Prochnows Entscheidung ist, meint Civa.

Mit dem einstigen SVB-Kapitän verliert Trainer Cem Efe einen seiner zuverlässigsten Akteure. Ob in der Vierer-Abwehrkette, auf der Sechserposition oder als kopfballstarke Waffe im Angriff – stand Prochnow auf dem Platz, zählte er zu den besten Spielern im Babelsberger Trikot. Für junge Fußballer wie Laurin von Piechowski galt Prochnow als Mentor. „Er redet sehr viel mit mir“, sagte von Piechowski unlängst über seinen Kollegen. Kapitän Christian Schönwälder weiß Prochnows Zweikampfstärke und Übersicht zu schätzen – nur wenige in der aktuellen Mannschaft würden über eine so gute Schlagtechnik verfügen, um präzise lange Bälle zu spielen.

„Für die Babelsberger bin ich sicher nicht ganz aus der Welt. Je nachdem, wohin es mich verschlägt, werde ich des Öfteren mal im Karl-Liebknecht-Stadion vorbeischauen“, so Julian Prochnow. pek

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