23.03.2017, 6°C
  • 20.04.2015
  • von Felix Ney

Efe und Civa werden laut

von Felix Ney

Da hilft kein Bitten. Maxi Zimmer verzweifelt an vergebenen Chancen. Foto: J. Kuppert

Nulldrei zu Gast bei Union II – turbulentes Treffen zum Abschied im Stadion „Alte Försterei“

Vier Tage nach dem Pokal-Aus im Halbfinale gegen den FC Energie Cottbus (0:2) musste Regionalligist Babelsberg 03 am Sonntag im Stadion „An der Alten Försterei“ letztmalig gegen die Zweitligareserve des 1.FC Union ran. Die Berliner ziehen die U23 komplett aus dem Spielbetrieb zurück. Beim Abschiedstreffen unterlag Babelsberg 03 in Köpenick mit 1:3 (1:2).

Die erste Spielhälfte verlief aus Potsdamer Sicht zunächst schadlos. Obwohl die jungen Unioner mehr Spielanteile hatten, ließ Nulldrei wenig zu. Bis zur 17. Spielminute, als Schiri Stefan Herde nach Zweikampf von Lovro Sindik gegen Unions Flügelflitzer Razeek auf Elfmeter entschied.

Den ersten Versuch von Giese parierte Nulldrei-Keeper Gladrow, aber kurioserweise war der Ball nicht freigegeben. Aus dem mit rund 250 Potsdamern gut gefüllten Gästeblock soll ein Pfiff ertönt sein, wie Assistent Sather und der Schütze bestätigten. Nach den anschließenden Diskussionen nutzte Giese den zweiten Versuch zum 1:0 für die Köpenicker.

Danach scheiterte Babelsbergs Enes Uzun (27.) vor dem Union-Kasten. Nach 39 Minuten nutze Union-Kapitän David Hollwitz einen erneuten Standard für die Berliner. Der Ex-Babelsberger zirkelte einen Freistoß um die Abwehrmauer zum 2:0 in den Kasten von Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow.

Danach reagierte Nulldrei-Coach Cem Efe und holte Angreifer Lucas Albrecht vom Feld. Für ihn kam Julian Prochnow, der die Sechserposition von Lovro Sindik übernahm. Der Kroate rückte in die Babelsberger Angriffmitte. Dieser taktische Schachzug machte sich noch vor der Pause bezahlt. Nach perfekter Kombination und Absatzkick von Sindik vollendete Bilal Cubukcu (45.+1) aus 16 Metern zum 2:1-Anschlusstreffer.

In der Gästekabine folgte eine lautstarke Ansprache von Trainer Cem Efe. Die Potsdamer starteten danach angriffslustig in die zweite Hälfte. Und Nulldrei bekam richtig gute Möglichkeiten. Aber Lovro Sindik (46.) verzog freistehend, Enes Uzun (62.) verpasste eine Cepni-Hereingabe, Julian Prochnow (65.) traf nur die Lattenoberkante und auch Tobias Grundler (69) blieb nach Cepni-Flanke per Hacke erfolglos. Schließlich wurde Bilal Cubukcu von Union-Keeper Kroll im Strafraum gelegt. Zum fälligen Elfmeter trat der Gefoulte selbst an, scheiterte aber am Berliner Schlussmann (81.). Nach dieser fulminaten Druckphase ging den Potsdamern die Luft aus. Zudem Unions Henning mit dem 3:1 schließlich alles klarmachte.

Verärgert war Babelsbergs Sportlicher Leiter Almedin Civa, der vor Bequemlichkeit im Kader warnt: „Mir geht die mangelnde Konzentration bei einigen auf den Senkel. Mancher kommt nicht an die Leistungen der Hinrunde heran. Wir haben vier Riesen mindestens zum 2:2. Und nutzen nicht einmal einen Elfmeter.“

Mit der Chancenverwertung haderte auch Nulldrei-Coach Efe: „Schade, heute war mindestens ein Unentschieden drin. Unglaublich, wenn man solche Dinger nicht macht. Wir haben die zweite Halbzeit nur auf ein Tor gespielt.“ Felix Ney

SVB: Gladrow – Schmidt (82. Hecko), von Piechowksi, Schönwälder, Cepni – Sindik, Hellwig – Uzun (63. Grundler), Cubukcu, Zimmer – Albrecht (42. Prochnow). Tore: 1:0 (20.) Giese (EM), 2:0 (39.) Hollwitz, 2:1 (45.+1) Cubukcu, 3:1 (84.) Henning.

Social Media

Umfrage

Sollten die Mund-Pissoirs in einem neuen Potsdamer Club abgerissen werden? Stimmen Sie ab!