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  • 24.11.2014
  • von Ingmar Höfgen

In der langen Erfolgsspur

von Ingmar Höfgen

Doppelschlag. Leon Hellwig (r.) hat zum 2:0 in Meuselwitz getroffen, nachdem Lucas Albrecht (M.) noch gescheitert war. Links: Tobias Grundler. Foto: picture point

Fußball-Viertligist Babelsberg 03 siegt auch in Meuselwitz

Mit öffentlichem Lob hält sich Cem Efe, der Trainer des Fußball–Viertligisten BaBabelsberg 03, eher etwas zurück, und deshalb ist seine Einschätzung nach dem 3:1 (2:1)-Sieg am Samstag in Meuselwitz umso bemerkenswerter. „Alle, die von Anfang an gespielt haben, waren gut bis sehr stark“, sagte Efe am Sonntag. Mit dem neunten Spiel ohne Niederlage in Folge, davon sieben in der Regionalliga und zwei im Pokal, würgten die Babelsberger zugleich den kleinen Meuselwitzer Aufwärtstrend unter Ex-SVB-Trainer Dietmar Demuth mit zwei Siegen ohne Gegentor ab und blieben selbst in der immer länger werdenden Erfolgsspur.

„Wir waren von der ersten Minute an die bessere Mannschaft, von der Spielanlage her und von den Einzelspielern“, sagte Maximilian Zimmer. Er trug mit seinen zwei Treffern zum 1:0 (24.) und 3:1 (75.) wesentlich zum Erfolg bei. Das erste Tor, nach weiter Flanke von Bilial Cubukcu, war „glücklich“, schätzte Zimmer, dessen Schuss Meuselwitz-Torwart Norman Teichmann durch die Beine ging, ein. Beim dritten Treffer hat „alles gepasst“. Zimmers Schuss von der linken Seite ging billiardesk an die Lattenunterkante und schlug hinter dem Torwart ein. Danach gab es keinen Zweifel mehr am Sieg der Nulldreier vor 719 Zuschauern.

Zimmer erlöste damit den SVB, der trotz klarer Dominanz in der ersten Spielhälfte nach der Pause etwas zittern musste. Zimmers 1:0 folgte wenige Augenblicke später das 2:0 durch Leon Hellwig. Hellwig erkämpfte sich an der Mittellinie das Leder, bekam den Ball nach einem Doppelpass mit Cubukcu wieder zurück und spielte weiter auf Lucas Albrecht. Dessen Kopfball pariert Teichmann – aber Hellwig staubt zum 2:0 ab.

Die tatsächliche Überlegenheit drückte sich im Ergebnis allerdings nicht aus. Cubukcu hatte mit einem Freistoß an die Latte (20.) das erste Achtungszeichen gesetzt, auch Tobias Grundler scheiterte (41.). „Die erste Halbzeit war stark, richtig gut. Es muss hier 4:0 stehen“, trauerte Trainer Efe ein wenig den klaren Chancen nach, die seine Elf liegen ließ. „Wir hätten das Spiel viel früher nach Hause bringen müssen.“

Der Anschlusstreffer von Francesco Lubsch, dessen Flanke sich über den zu weit vor dem Tor postierten SVB-Keeper Marvin Gladrow in der 44. Minute ins Tor senkte, machte die Partie wieder offener. Etwas unruhige 20 Minuten nach der Pause, mit vielen Aktionen im Mittelfeld und dem erwarteten Aufbäumen der Meuselwitzer „haben wir gut überstanden“, sagte Zimmer.

Aber „es war klar: Wir brauchen hier noch ein Tor“, sagte Zimmer. Dass er es eine Viertelstunde vor dem Ende erzielte und damit zu seinem zweiten Doppelpack in seinen 17 Monaten beim SVB traf, freute ihn natürlich. „Ich hoffe, dass es nicht der letzte Doppelpack war“, sagte Zimmer. Ingmar Höfgen

ZFC: Teichmann; Kotowski, Müller (76. Banze), Luck (72. Latowski), Lubsch; Sträßer; Weinter, Rudolph, Boltze; Starke; Torunarigha (30. Weiske).

SVB: Gladrow; Hecko, Schmidt, Schönwälder, Cepni; Sindik, Hellwig; Zimmer (77. von Piechowski), Cubukcu, Grundler (54. Makangu); Albrecht (66. Petrik).

Tore: 0:1 Zimmer (25.), 0:2 Hellwig (26.), 1:2 Lubsch (44.), 1:3 Zimmer (75.)

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