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  • 03.11.2014

SV BABELSBERG 03: Nulldrei-Abwehr vor Umstellungen – Prochnow bricht sich den Zeh

„Hast Du gesehen, ich hab eine Rote Karte bekommen.“ Ugurtan Cepni versuchte nach dem Spiel seinen kleinen Neffen Cem ein wenig zu unterhalten, aber der hatte wohl so wenig wie sein Onkel Ugurtan begriffen, was in der 88. Minute passiert war. Dem Babelsberger Linksverteidiger Cepni hatte sich Robert Paul im Mittelfeld in den Weg gestellt und rüde zu Fall gebracht. Cepni lief zu Paul, sprang an dem einen Kopf größeren Auerbacher hoch. Die Entscheidung von Schiedsrichter Patrick Kluge: Gelb für Paul, Gelb-Rot für Cepni. „Der Schiedsrichter sagt, es war ein Kopfstoß, aber dann hätte es Rot sein müssen“, wunderte sich Cepni, der seine erste Gelbe Karte in der ersten Hälfte für einen zu früh ausgeführten Freistoß gesehen hatte. „Ich geh ran, aber mit der Brust. Das war Brust an Brust“, schwor er. Und seinem Neffen Cem erklärte Cepni: „Ich kann nächste Woche nicht spielen.“

Er dürfte in der Nulldrei-Hintermannschaft nicht der Einzige sein, der im Heimspiel am kommenden Samstag gegen den VFC Plauen fehlt. Auch Innenverteidiger Julian Prochnow, dessen rechter großer Zeh bei einem Zweikampf arg lädiert wurde, wird fehlen. Einen Bruch diagnostizierten die Ärzte. Operiert oder gegipst werden müsse er nicht, sagte Prochnow am Sonntag den PNN. Er rechnet dennoch mit einer Pause von drei Wochen und muss den Trainingsplatz zunächst gegen die Physiotherapie tauschen.

Der andere etatmäßige Innenverteidiger, Kapitän Christian Schönwälder, soll eigentlich seine Muskelverletzung auskurieren und erst in zwei Wochen beim Pokal-Viertelfinale in Schöneiche wieder auflaufen. Er steigt in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining ein – bei reduziertem Umfang. Am Samstag aufzulaufen, wäre ein größeres Risiko.

So könnte die Abwehrzentrale gegen Plauen wieder mit Jonas Schmidt und Laurin von Piechowski besetzt werden, die gegen Auerbach ein gutes Spiel machten. Die Alternativen für die Verteidigung sind damit aber aufgebraucht. ihö

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