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  • 27.10.2014
  • von Florian Bortfeldt/Peter Könnicke

Nulldrei erspielt sich ersten Auswärtssieg

von Florian Bortfeldt/Peter Könnicke

Auch er konnte nichts ausrichten: Tom Fraus wurde zur Halbzeit bei Germania eingewechselt und sorgte für etwas mehr Schwung. Doch Tobias Grundler und der SV Babelsberg hielten dagegen. Foto: F. Bortfeldt

Nach 2:0-Erfolg gegen Germania Halberstadt etabliert sich der Regionalligst im Mittelfeld

Halberstadt – Der SV Babelsberg 03 hat sich mit dem ersten Auswärtsieg der Saison gegen Germania Halberstadt mit nunmehr 17 Punkten zunächst im Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle etabliert. 2:0 (2:0) siegten die Nulldreier gegen die Germania, die nach drei Siegen in Folge ohne Gegentor wieder auf dem Boden der Regionalliga-Realität gelandet sind. Gegen den Tabellennachbarn aus Babelsberg präsentierten sich die Vorharzer ziemlich von der Rolle.

Nur in der ersten Viertelstunde waren die Gastgeber ebenbürtig, da sich Babelsberg zunächst schwertat, ins Spiel zu kommen. Nach einer schnellen Kombination über Telmo Teixeira und Jan Nagel lag die Germania-Führung in der Luft (11.). Dann überließen die Hausherren zunehmend das Spiel den Gästen, der SVB nutzte das Angebot, übernahm die Initiative und ging in der 20. Minute mit der ersten nennenswerten Aktion in Führung. Drei schnelle und präzise Zuspiele und der Ball zappelte im VfB-Netz: Lucas Albrecht hatte sehenswert vollendet, als er aus spitzem Winkel den Ball ins lange Eck schlenzte. Das war Fußball! Im Gegensatz zu dem, was die Germania in dieser Situation zeigte, denn die Vorharzer standen völlig passiv daneben und schauten zu, wie sich die Babelsberger das Leder zurechtlegten. Ganz ähnlich lief es nur vier Minuten später beim 0:2 durch Lavro Sindik, dessen Schuss im oberen Eck einschlug. Im Verbund ließ Halberstadt die Gäste gleich mehrfach passieren, schaffte es nicht, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern.

In der Folge verpasste es der SVB, nachzulegen und seine Angriffe ruhiger zu Ende zu spielen. Aus Germania-Sicht hätte Schiedsrichter Alex Sather Mitte der ersten Halbzeit schon abpfeifen können. Die Sache war erledigt, denn Halberstadt machte nicht den Eindruck, dass es diese Begegnung noch hätte drehen können. Die Vorharzer boten behäbigen Standfußball und wirkten insgesamt einfach nicht auf der Höhe. „Das hat mich schon verwundert“, sagte Nulldrei-Kapitän Christian Schönwälder, der das Spiel allerdings von der Bank verfolgen musste, weil ihm erneut eine Muskelverletzung zu schaffen machte. Nach der Halberstädter Siegesserie mit Erfolgen gegen die U23 des 1. FC Union Berlin sowie gegen den 1. FC Magdeburg habe Schönwälder Germania stärker und selbstbewusster erwartet. „Doch die haben uns komplett das Spiel überlassen.“ Mit der 2:0-Führung im Rücken agierten die Babelsberger immer einen Schritt schneller, sowohl im Kopf als auch mit den Beinen.

Mit Wiederanpfiff brachte Germania-Trainer Achim Hollerieth mit Carl Labisch und Tom Fraus zwei neue Impulse. In der Tat war zu erkennen, dass sich die Gastgeber mühten, an diesem Tag hätten die Vorharzer aber noch Stunden spielen können, ein Treffer wäre wahrscheinlich nicht gefallen. Germania wollte, konnte aber nicht, Gefahr vor dem Nulldrei-Gehäuse gab es zu keinem Zeitpunkt. Babelsberg verlor im zweiten Durchgang zwar etwas die spielerische Linie, musste aber angesichts der harmlosen Hausherren auch nicht mehr viel investieren.

Die Erkältungswelle auf VfB-Seiten wollte deren Trainer Hollerieth nicht als Rechtfertigung gelten lassen: „Wir sind weit davon entfernt, das als Alibi zu nutzen. Das wäre zu billig.“ Umso zufriedener zeigte sich Nulldrei-Cheftrainer Cem Efe: „Es stehen nicht nur drei Punkte zu Buche, sondern auswärts auch die Null.“

Florian Bortfeldt/Peter Könnicke

Babelsberg: Gladrow; Mihm, Prochnow, Schmidt, Cepni; Hellwig, Sindik, Cubukcu, Albrecht (80. Soine), Zimmer (54. Grundler), Makangu (71. Petrik) Tore: 0:1 Albrecht (20.), 0:2 Sindik (24.)

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