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  • 18.10.2014
  • von Peter Könnicke

Spielstärke trifft auf Heimstärke SVB empfängt das jüngste Team der Regionalliga

von Peter Könnicke

„Ein richtig gute Truppe hast du da“, attestierte Nulldrei-Cheftrainer Cem Efe in der vergangenen Saison seinem Trainerkollegen Robert Jaspert nach der 1:3-Heimniederlage des SVB gegen die U 23 des 1. FC Union Berlin. Am heutigen Samstag kommt die Union-Reserve erneut ins Karl-Liebknecht-Stadion (13.30 Uhr), doch der Wiedererkennungswert wird gering sein. Das Gesicht der Köpenicker hat sich stark verändert. Nur Kapitän David Hollwitz, Kevin Giese und Tim Oschmann liefen bereits in der vergangenen Saison für die Unioner auf, ansonsten wurde der Kader von U23-Trainer Jaspert nach dem Weggang von elf Spielern mit Akteuren aus der A-Jugend „weitgehend ergänzt“, wie der Trainer sagt.

Nach neun Spieltagen spricht Jaspert allerdings nicht mehr von Ergänzung: „Der Kader wurde verstärkt!“ Er sei sehr zufrieden mit der Entwicklung der jungen Mannschaft, die mit einem Altersdurchschnitt von 20 Jahren die jüngste der Regionalliga ist. 16 Punkte, der vierte Tabellenplatz und das Prädikat, eine der spielstärksten Mannschaften dieser Viertliga-Staffel zu sein, sind der Ertrag des bisherigen Saisonverlaufs. Als Geheimnis des Erfolges nennt Jaspert das „große Gemeinschaftsgefühl“ seiner Spieler. „Mit dem Charakter der Mannschaft bin ich sehr zufrieden“, sagt er.

Die Qualität, die Cem Efe vor Monaten der Union-Reserve bescheinigte, ist trotz der personellen Änderungen geblieben. „Im Umkehrspiel sind sie enorm stark“, sagt Efe, was Jaspert genauso sieht: „Das ist unsere Stärke“, bestätigt er. Und: „Wir können das Tempo bestimmen, sind immer in der Lage, mehr zu agieren als zu reagieren.“ Das richtige Tempomaß zu finden, sieht Efe daher als eine der Herausforderungen am heutigen Nachmittag. Gegen die konterstarken Unioner gelte es,  nicht ins offene Messer zu laufen, aber auch nicht zu zögerlich agieren. Efe: „Das wird eine richtig schwere Aufgabe.“

Jaspert, dessen Eltern in Zehlendorf leben, komme gern nach Babelsberg. „Ich mag die Stimmung im Karl-Liebknecht-Stadion“, sagt er. Bei seinen jüngsten Besuchen ist ihm nicht verborgen geblieben, dass auch der SVB in dieser Saison zu den spielerisch stärkeren Teams der Liga gehört. „Das ist ein deutlich besserer SVB als in der letzten Saison“, sagt er und lobt: „Cem Efe hat eine homogene, spielstarke Mannschaft geformt.“ Der Nulldrei-Coach selbst bleibt zurückhaltend, sieht seine Mannschaft noch lange nicht da, wo sie sein könnte. „Und am Ende ist spielerische Güte nichts wert, wenn das Ergebnis nicht stimmt“, so Efe. Personell kann er auf den nahezu kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Jonas Schmidt fehlt aufgrund einer Verletzung aus dem Pokalspiel in Luckenwalde. Doch kehrt Kapitän Christian Schönwälder wieder auf die Innenverteidiger-Position zurück. Zudem könnte Enes Uzun nach langer Verletzungspause sein Saisondebüt beim zu Hause noch ungeschlagenen SVB geben. Peter Könnicke

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