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  • 06.10.2014
  • von Uli Krug

Erstes Auswärtstor für Babelsberg

von Uli Krug

Ab durch die Mitte. Einmal mehr war Bilal Cubukcu Denker und Lenker des Babelsberger Spiels, was Viktoria mit vereinten Kräften zu unterbinden versuchte. Foto: Jan Kuppert

Joker Albrecht bricht den Bann. Dennoch nur einen Punkt gegen Viktoria Berlin geholt

Zwei Negativserien wären mit diesem Spiel zu beenden gewesen: Viktorias Warten auf den ersten Heimsieg in dieser Saison und Babelsbergs bisherige Auswärtstorflaute. Am Ende waren es die Potsdamer, die ihren schlechten Lauf stoppen konnten: Der zur Pause eingewechselte Lucas Albrecht ließ die etwa 800 mitgereisten Fans jubeln, als er eine maßgenaue Vorlage von Bilal Cubukcu zum hochverdienten Ausgleich ins Netz (65.) spitzelte.

Besser in die Partie gekommen war allerdings zunächst Gastgeber Viktoria. Die Berliner erzwangen durch laufintensives Pressing in der ersten halben Stunde eine Fülle von Standardsituationen vor dem Babelsberger Tor. Eine von ihnen nutzte der Ex-03er Gökhan Ahmetcik für eine Freistoß-Flanke genau auf den Kopf des vermutlich kleinsten Feldspielers, Ümit Ergirdi, der Viktoria in Führung (20.) brachte. Doch die Berliner bekamen in der Folge immer mehr Angst vor der eigenen Courage, zogen sich immer weiter zurück und verloren die Bälle rasch an die nun mehr und mehr ins Spiel kommenden Babelsberger, die sich – angeführt von Denker und Lenker Cubukcu – nun nicht nur optische Vorteile, sondern auch die ersten guten Chancen erarbeiten konnten.

Ein Bild, das sich auch nach der Pause bot: Babelsberg schnürte Viktoria teilweise regelrecht in der eigenen Hälfte ein. Schmidt und Mihm (47., 51.) konnten ihre Chancen noch nicht verwerten, bis schließlich der eingewechselte Albrecht den Babelsberger Auswärtsbann brach.

Danach verflachte die Partie zusehends: Viktorias wütende Gegenangriffe blieben oft Stückwerk, Babelsberg spielte seine Konter zu ungenau. Das hätte sich in der Schlussminute beinahe gerächt: Nach einem Ballverlust der Babelsberger Defensive bot sich Yigitusagi die große Gelegenheit, doch sein Heber klatschte an den Pfosten und auch Ergirdis Nachschuss schaffte den Weg nicht durch die Babelsberger Abwehrbeine über die Linie.

Nach Spielschluss war es Viktorias Rico Morack, der das gerechte Remis treffend analysierte: „Babelsberg hat besser gespielt, wir hatten die besseren Chancen.“ Dem hätte SVB-Coach Cem Efe sicher nicht widersprochen, doch blieb er trotz der Auswärtstor-Premiere kritisch: „Ich bin mit dem Punkt, aber nicht mit dem Spielverlauf zufrieden. Wir haben nicht gemacht, was wir uns vorgenommen hatten, waren insgesamt zu träge und zu langsam im Umschaltspiel.“ Zufrieden war er aber mit der Leistung des 21-jährigen Jonas Schmidt, der in der Innenverteidigung Kapitän Christian Schönwälder vertreten musste: „Er hat einen guten Job gemacht.“ Weitere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, dürften folgen: Denn Schönwälder, der schon seit Längerem an einem Muskelproblem im Leistenbereich laboriert, wird wohl mindestens noch zehn Tage kürzertreten müssen und am kommenden Freitag im Landespokal gegen Luckenwalde fehlen, schätzte Babelsbergs sportlicher Leiter Civa. Uli Krug

Babelsberg: Gladrow; Mihm, Schmidt, Prochnow, Cepni - Hellwig (72. Blazynski), Sindik - Hecko (46. Albrecht), Cubukcu, Zimmer (81. Soine) - Makangu. Tore: 1:0 Ergirdi (20.), 1:1 Albrecht (65.).

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