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  • 13.09.2014
  • von Peter Könnicke und Ingmar Höfgen

Mit Glück noch ein Punkt

von Peter Könnicke und Ingmar Höfgen

Wieder getroffen. Joachuim Rafael Makangu (r.) erzielte seinen dritten Saisontreffer im dritten Heimspiel. Am Freitagabend gegen Jena (l. Christoph Klippel) reichte es letztlich nicht zu einem Sieg. Foto: Jan Kuppert

Mit 2:2 (1:0) trennt sich der SV Babelsberg vom FC Carl Zeiss Jena

Fußball-Viertligist SV Babelsberg 03 bleibt in dieser Saison im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion weiter ungeschlagen. Mit 2:2 (1:0) trennten sich die Schützlinge von Cem Efe am gestrigen Freitagabend vor geschätzt 3000 Zuschauern vom FC Carl Zeiss Jena. Stürmer Joaquim Rafael Makangu (22.) hatte die Babelsberger in Führung gebracht, ehe der eingewechselte Maxim Banaskiewicz doppelt für die Gäste traf. In der Schlussminute glich Bilal Cubukcu per Foulelfmeter zum 2:2 aus und rettete in einer hektischen Schlussphase noch einen Zähler für die Heimmannschaft.

Die Babelsberger präsentierten sich schon vor dem Anpfiff als gute Gastgeber. Weil mehrere Jenaer Fanbusse auf der A 9 im Stau standen, begann die Partie eine Viertelstunde später – damit die Gästefans wenigstens noch etwas von der zweiten Hälfte sehen können.

Sie verpassten eine starke Anfangsviertelstunde ihrer Mannschaft, bei der Velimir Jovanovic die erste Chance hatte. Nach 15 Minuten hatte der SVB das Spiel etwas beruhigt, erarbeitete sich mehr Spielanteile und setzte selbst die Akzente. Nach einigen guten Ansätzen führte eine mustergültig vorgetragene Kombination zur 1:0-Führung. Severin Mihm schickt auf der rechten Seite Tobias Grundler, der für den verletzten Lucas Albrecht (Muskelfaserriss) in die Startelf gerückt war, Grundler legt ab auf Torschützen Makangu, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und sich über Jenas Keeper Tino Berbig ins Tor senkte.

Die Gastgeber hatten jetzt mehr vom Spiel und waren besonders über die starke rechte Seite mit Mihm und Maximilian Zimmer stets gefährlich. Die beste Chance zum 2:0 verpasste Makangu, der in der 36. Minute eine Eingabe von Ugurtan Cepni nicht verwerten konnte. Jena, das zweimal früh verletzungsbedingt wechseln musste, ließ im Verlauf der ersten Hälfte nach, die Fehlpässe häuften sich. Der SVB ließ nichts mehr anbrennen und ging mit der verdienten Führung in die Pause.

Mit einer Veränderung kam der SVB aus der Kabine. Für Abwehrchef und Mannschaftskapitän Christian Schönwälder, der sich wohl bei einer Abwehraktion verletzt hatte, kam Laurin von Piechowski, der zunächst mit seiner Nervosität kämpfte. Fußballerisch bekamen die Zuschauer in den folgenden Minuten aber wenig zu sehen: Der SVB wirkte im eigenen Stadion wie aus einer Konterstellung agierend, Jena bemühte sich, ohne aber zwingende Aktionen generieren zu können.

Eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte für Mittelfeld-Abräumer Leon Hellwig brachte den Gästen einen zahlenmäßigen Vorteil – und den nutzten sie. Der eingewechselte Maxim Banaskiewicz glich zum 1:1 aus, sein Schuss wurde von Mihm noch unhaltbar abgefälscht. Auch Jena spielte kurz darauf in Unterzahl, hatte beim offenen Schlagabtausch aber zunächst mehr Erfolg. Erneut Banaskiweicz schoss satt hoch ins Dreiangel, nachdem Jovanovic den Pfosten getroffen hatte. Aber der SVB kämpfte weiter. Als Laurin von Piechowski nach einer Ecke im Jenaer Strafraum fiel, zeigte Schiedsrichter Philipp Kutscher (Berlin) auf den Elfmeterpunkt – Cubukcu verwandelte sicher unten links.

SVB 03: Gladrow; Mihm, Prochnow, Schönwälder (46. von Piechowski), Cepni; Sindik, Hellwig; Zimmer, Cubukcu, Grundler (62. Petrik); Makangu (76. H. Müller).

Jena: Berbig; Krstic (72. Banaskiewicz), Gerlach, Klippel, Löser; Bock (36. Wiezik), Geißler, Becken (18. Rupf), Schmidt; Hettich; Jovanovic.

Tor: 1:0 Makangu (22.), 1:1, 1:2 Banaskiewicz (77., 88.), 2:2 Cubukcu (90., Foulelfmeter)

Gelb-Rot: Hellwig (SVB, 63., wiederholtes Foulspiel), Löser (Jena, 78., wiederholtes Foulspiel)

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